Huch, dieses Polizei-Fahndungsfoto sieht ja aus wie Bushido!

Da hat es sich ein Phantombildzeichner wohl etwas zu leicht gemacht.
bushido dpa
Foto: dpa

Vor ein paar Tagen gab es in Buxtehude einen Raubüberfall an einer Frau. Die Polizei hat nun ein Phantombild von einem der zwei Täter veröffentlicht. Nachdem das Bild in vielen Medien verbreitet wurde, fiel einigen Menschen sofort eine gewisse Ähnlichkeit auf: zu Bushido.

Hat sich da der Phantomzeichner der Einfachheit halber einfach ein Bild des Rappers genommen und ein bisschen verändert? Weil der ja schließlich auch ein Gangster ist und außerdem laut Personenbeschreibung der Polizei ja ein Mann mit "südländischem Erscheinungsbild" gesucht wird und die ja eh alle gleich aussehen, diese Südländer? 

Das Bildblog hat sich das Foto genauer angeschaut und in einer ziemlich schlagkräftigen Argeumentationskette verdeutlicht, dass dem Phantombild offenbar tatsächlich ein Bild von Bushido zugrunde liegt.

Hier noch mal die Bilder einzeln:

ta ter buxtehude
Foto: Polizei
bushido bild
Screenshot BILDblog

Dass dieses Bild dem späteren Phantombild sehr ähnlich sieht, erkennt wahrscheinlich jeder. Es brauchte für diese kleinen Veränderungen nicht einmal weitreichende Photoshop-Kenntnisse. Schnell einmal das Bild gespiegelt, Kette raus- und dafür eine Kappe reinretuschiert und den Bart noch ein bisschen verlängert und zum Schluss dann noch einen Filter auf das Ganze. Doch wenn man genau hinschaut, erkennt man sogar noch unscharfe Stellen, an denen die Kette retuschiert wurde, die Kappe sieht auch etwas unnatürlich aus und beide Bilder haben in einer Augenbraue eine prägnants weißes Haar und ein herausstehendes Nasenhaar.

Was  eher gegen die Darstellung der zuständigen Polizeiinspektion spricht. Deren Sprecher Andre Janz, sagte dem NDR und dem Tageblatt, dass es sich um eine zufällige Ähnlichkeit handle. Das Bild sei ein professionell gezeichnetes Phantombild und mit Angaben der Zeugin angefertigt worden.

Man kann wohl davon ausgehen, dass es dem Zeichner ein wenig an Inspiration fehlte und er bei den Angaben der Zeugin „männlich, nicht über 30 Jahre, südländisches Erscheinungsbild, kräftiger Vollbart, dunkelrotes Basecap“ kurzerhand beschloss, ein Bild von Bushido als Grundlage zu verwenden.

Vielleicht waren aber beide – oder einer von beiden – auch einfach nur richtig derbe Bushido-Fans, die Tag und Nacht das Bild ihres Idols vor Augen haben. 

Bushido jedenfalls hat sich sehr gefreut – und überlegt, Konsequenzen aus dem Vorfall zu ziehen:

vh

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