Gerümpel kann so schön sein

Wenn man es thematisch sortiert - so wie ein New Yorker.

Nelson Molina war sein Leben lang Mitarbeiter der Abfallbetriebe New Yorks – doch nicht alles, was wir wegschmeißen, wollte er dem Müll überlassen: Mehr als 30 Jahre lang sammelte er Weggeworfenes, das ihm noch interessant schien. Heute füllen seine Fundstücke den zweiten Stock eines Warenhauses in Harlem: Unmengen von privaten Fotoabzügen, Trollpuppen oder Schreibmaschinen etwa. Molina, der heute Rentner ist, hat das vermeintliche Gerümpel nach Kategorie, Größe und Farbe sortiert – und mit der Methode und in der Dimension erzählt der Müll durchaus eine Geschichte.

Molinas Sammlung wird inoffiziell das “Trash Museum” genannt. Zahlreiche Menschen rufen bei den Abfallbetrieben an, um sie sich zeigen zu lassen. Und fragen sich dabei sicher Dinge wie: Warum hat jemand diese privaten Fotos entsorgt? Warum sollte diese Gitarre weg – die hätte man doch leicht reparieren können? Und warum wird ausgerechnet Spielzeug so oft weggeschmissen ? 

Atlas Obscura hat mit einer Fotoserie gerade einen Blick in Molinas "Trash Museum" geworfen. Und auch die ganzen Bilder, die Besucher auf Instagram posten, zeigen, dass wir manchmal ganz gerne im Müll der Anderen wühlen.

fran

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