Ibrahimović bewahrt Einlaufjungen vor listigem Vater

Einem Zlatan Ibrahimović jubelt keiner das falsche Kind unter.
Von Matthias Fiedler
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Lässt sich nicht veralbern – schon gar nicht von listigen Vätern: Zlatan Ibrahimović

Foto: Reuters

Für ein fußballbegeistertes Kind gibt es nichts Größeres auf der Welt, als gemeinsam mit seinem Idol im Stadion einlaufen zu dürfen. Dessen Hand halten, die tosende Zuschauermenge erleben, vom Blitzlichtgewitter geblendet werden, alle Augen auf sein Vorbild und ihn gerichtet. Unvergesslich.

Fußballbegeisterte Väter wissen für gewöhnlich um die Magie eines solchen Moments. Und wer von ihnen würde nicht versuchen, seinem Kind dieses unvergessliche Erlebnis zu bereiten. 

In der ersten französischen Liga versuchte ein Vater neulich mit Nachdruck, seinem Sohn diese Erfahrung zu ermöglichen. Doch er hatte die Rechnung ohne Zlatan Ibrahimović gemacht – dem exzentrischen Stürmer von Paris St. Germain. Bei der Partie gegen AS Saint-Ètienne versuchte der Mann, seinen Sohn an die Stelle des Jungen zu mogeln, der neben Ibrahimović stand.

Der 1,95 Meter große Ibrahimović ist bekannt dafür, in seiner Jugend Fahrräder geklaut zu haben und heute seine Gegenspieler auch mal umzutreten. Und schon gar nicht lässt er sich seinen Einlaufjungen wegnehmen. Als Ibrahimović die Rochade des bemühten Vaters bemerkt, schreitet er sofort ein, holt den ihm ursprünglich zugewiesenen Jungen wieder nach vorn und schiebt den Sohn des Tricksers behutsam zurück in Reihe zwei. 

Ibrahimović, der selbst zwei Söhne hat, fiel trotz seines Rüpel-Images zuletzt immer wieder mit wohltätigen Gesten auf. Erst vergangenes Jahr zog er nach einem Torjubel sein Trikot aus und zeigte seinen tätowierten Oberkörper. Zusätzlich zu seinen echten Tattoos präsentierte er die (wieder abwaschbaren) Namen von 50 hungerleidenden Menschen - um das Welternährungsprogramm zu unterstützen.  

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