Hassan al-Kontar lebte sieben Monate lang am Flughafen in Kuala Lumpur. Nun wurde er festgenommen.

Hassan al-Kontar lebte sieben Monate lang am Flughafen in Kuala Lumpur. Nun wurde er festgenommen.

Foto: Privat

Fast sieben Monate lang saß Hassan al-Kontar am Flughafen in Kuala Lumpur fest. Als Syrer war er vor dem verpflichtenden Militärdienst und dem Bürgerkrieg geflohen. Weil sein Pass abgelaufen war, durfte er weder nach Malaysia ein- noch weiterreisen. Also blieb er, wo er war. Am Terminal. Und machte damit eine Odyssee durch, die vielleicht vergleichbar mit der des Viktor Navorski aus dem Film „Terminal“ war – nur eben viel länger, schlimmer und vor allem: real.

Nun scheint sein Aufenthalt beendet. Verbessert hat sich Hassans Situation aber wohl nicht. Denn laut BBC wurde er am Dienstag von der malaysischen Polizei abgeführt und in Gewahrsam genommen.

Mustafar Ali, Leiter der malaysischen Einwanderungsbehörde, bestätigte das in lokalen Medien mit den Worten: „Passagiere am Flugsteig sollen von dort weiter zu ihren Flügen – das tat dieser Mann nicht. Wir mussten also die nötigen Schritte einleiten.“ Hassan würde nun von der Polizei befragt und dann der Einwanderungsbehörde übergeben.

Die BBC hat keine weiteren Erklärungen erhalten, wie es zu Hassans Festnahme kam und wie es mit ihm weitergehen soll. Wo sich Hassan gerade befindet, ist bisher ebenfalls unbekannt. Auch jetzt konnte Hassan bisher noch nicht erreichen. 

lath

Warum Hassan so lange festsaß: