Eine Wählerin samt Hund wählt in Magdeburg.

Eine Wählerin samt Hund wählt in Magdeburg.

Foto: Ronny Hartmann/dpa

Weil sie gegen Merkel sind, gegen Ausländer in Sachsen-Anhalt, gegen die „Asylanten, die viel mehr sind als wir“ und weil sie der AfD das A wirklich abnehmen: Deswegen, sagten ein paar junge Menschen in Merseburg noch am Freitag, würden sie AfD wählen. Jetzt haben die Wahllokale geschlossen und sie haben es getan: AfD gewählt. Nicht nur in Sachsen-Anhalt, auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz machten vor allem junge und mitteljunge Bürger ihr Kreuz bei der AfD.

Schaut man sich an, wie die jungen Wähler abgestimmt haben, sieht das je nach Bundesland ein bisschen anders aus. (Die folgenden Zahlen sind Infratest-dimap-Prognosen vom Wahlabend)

In Sachsen-Anhalt wählte jeder vierte Unter-25-Jährige die AfD. Die CDU landete zehn Prozentpunkte dahinter auf Platz zwei, knapp vor den anderen etablierten Parteien (die Linkspartei dazugezählt). Während Union und SPD mit zunehmendem Alter bei den Wählern beliebter werden, liegt die AfD bei den Wählern unter 60 deutlich vorn.

In Baden-Württemberg konnte die AfD weniger Stimmen holen  – etwa 14 Prozent. Doch auch dort waren es gerade Menschen zwischen 25 und 44, die der neuen rechten Partei ihre Stimme gaben. Bei den Erstwählern landete die AfD auf Platz drei (13 Prozent), deutlich abgeschlagen hinter den Grünen (29 Prozent) und der Union (23 Prozent). 

Dieses Muster wiederholt sich auch im dritten Bundesland, in dem am Sonntag gewählt wurde. In Rheinland-Pfalz holte die AfD bei den Wählern zwischen 25 und 44 Jahren 16 Prozent. Das ist bei den Erstwählern wie in Baden-Württemberg ein dritter Platz – mit dem Unterschied, dass in diesem Bundesland die SPD - und nicht die Grünen - auf Platz eins liegt. 

Bei den Kollegen von SZ.de findest du 

Und hier ein Poträt der "Jungen Alternative":