Die Midterm-Wahlen in den USA haben die Emotionen hochkochen lassen und den ein oder anderen Menschen (Spoiler: Es ist Trump) offensichtlich stark verwirrt. Am Dienstag fanden in den Vereinigten Staaten die ersten, landesweiten Wahlen seit den Präsidentschaftswahlen 2016 statt.

Die Demokraten haben die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückerobert. Die Republikaner sind im Senat vorne. Generell gelten die Midterm-Wahlen als Indikator dafür, wie zufrieden das Volk mit dem amtierenden US-Präsidenten ist. Mit dem polarisierenden Donald Trump versprach die Angelegenheit besonders spannend zu werden. Und natürlich hat er sich auf Twitter ausführlich geäußert. Besonders die letzten drei Tweets des Wahlabends sind betrachtenswert. Hier macht er es sich leicht und lässt vor allem andere für sich sprechen: 

Den amerikanischen Schauspieler und Autor Ben Stein...  

.... sowie Davis Asman, Moderator bei dem konservativen Nachrichtensender Fox News: 

Im Zuge dessen wird (wieder einmal) das geistige Wohlergehen des Republikaners angezweifelt. Diesmal von dem englischen Schauspieler Scott Williams:

Und auch von der „Magie“ die ihm offenbar aus den Ohren kommt, sind viele nicht zwingend überzeugt. Und bringen schlagende Argumente: 

Eine Welle ganz anderer Reaktionen wurden dem demokratischen Kandidaten Beto O'Rourke gewidmet. Trotz vieler gewonnener Sympathien musste er sich in Texas gegen Ted Cruz geschlagen geben. Dem Netz hat das nicht gefallen. 

Es wurde geweint ... 

und Texas die  Schuld an der Misere gegeben:

O'Rourke hat einen beeindruckenden Wahlkampf hingelegt und wurde gerne und häufig mit Barack Obama verglichen. Die Sympathien im nächsten Wahlkampf sind ihm jedenfalls gewiss. Einige sehen ihn schon jetzt als nächsten Präsidenten: 

Und auch sonst haben die Wahlen natürlich digitale Wellen geschlagen. Vor allem diese 77-jährige Wählerin (mit Sauerstoffflasche im Gepäck) erobert die Herzen der Netzgemeinde (und vermutlich auch aller anderen) : 

Ebenfalls in Texas: Da sich vor den Wahllokalen wie zu erwarten wieder große Schlangen bildeten, fütterte die spendenbasierte Organisation „Pizza to the Polls“ die wartenden Amerikaner in den Schlangen durch:

Und auch die ARD macht von sich Reden. Mit einem Tweet, der offensichtlich nicht für die breite Öffentlichkeit gedacht war. #WerIstMarie ? 

Das fand das ARD-Auslandsstudio in New York dann wohl selbst ziemlich witzig: 

Und zum Abschluss noch eine kurze Trivia: In Donald Trumps Heimatstadt New York gibt es nicht einen einzigen Abgeordneten der Republikaner mehr: Er ist sozusagen „allein Zuhaus“:

schja

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