Trump droht Universität Berkeley mit Streichung der staatlichen Mittel

Dort war es zu gewalttätigen Protesten gegen einen Vortrag des Breitbart-Bloggers Milo Yiannopoulos gekommen.
breitbart protest afp

An der Uni Berkeley eskalierten am 1. Februar die Proteste gegen Milo Yiannopoulos.

Foto: Elijah Nouvelage / afp

US-Präsident Donald Trump persönlich hat sich nur einen Tag nach den heftigen Ausschreitungen an der Universität Berkeley zu Wort gemeldet: "Wenn die U.C. Berkeley keine freie Rede erlaubt und Gewalt gegen unschuldige Menschen mit einem anderen Weltbild ausübt – KEINE STAATLICHEN MITTEL?" twitterte Trump gewohnt abgehackt am Donnerstagmittag.

Am Mittwoch war es im Vorfeld einer Veranstaltung auf dem Campus zu heftigen Protesten gekommen. Der Grund: Als Redner war dort der rechte Breitbart-Blogger und Internetaktivist Milo Yiannopoulos angekündigt gewesen. Nachdem der Protest vor dem mit Polizeibarrikaden geschützten Gebäude zunächst friedlich verlief, zündeten nach Angaben der Universität bald etwa 150 Maskierte Feuerwerkskörper und warfen Steine in Richtung der Polizeikräfte und des Gebäudes. Außerdem seien auf dem Campusgelände mehrere Feuer gelegt worden.

Obwohl sie erst um 20 Uhr beginnen sollte, beschloss die Universität daraufhin bereits um 18 Uhr, die Veranstaltung zu canceln. Yiannopoulos verließ das Gelände unter Schutz der Polizei.

Die Universität betonte in ihrem Statement, dass sie die Gewalt aufs Schärfste verurteile. Darüber hinaus sei es bedauernswert, dass der rechtmäßige Protest gegen Yiannopoulos und seine Ansichten von den unrechtmäßigen Aktionen einiger Weniger überschattet wurde.

qli

Wer hat da eigentlich so für Aufregung gesorgt?

  • teilen
  • schließen