“Pille für den Mann”: Teilnehmer brechen Studie wegen Nebenwirkungen ab

Und zwar wegen Nebenwirkungen, die Frauen von der Antibabypille schon seit Jahrzehnten kennen.
Foto: una.knipsolina/ photocase.de

Die sogenannte "Pille für den Mann" funktioniert ziemlich gut – nur beschert sie ähnliche Nebenwirkungen wie das althergebrachte  Verhütungsmittel für die Frau. Das hat eine Studie der Universität von Edinburgh ergeben, die vor wenigen Tagen publiziert wurde (hier das Pdf).

Die Studie umfasste 320 Teilnehmer im Alter von 18 bis 45 Jahren, die alle eine Partnerin hatten. Über mehrere Jahre spritzen die Forscher ihnen seit 2008 die Hormone. Ihr Ergebnis: In fast 96 Prozent der Fälle verhinderte das eine Schwangerschaft.

Nur bestätigt die Studie auch etwas, das auch viele Frauen von der Antibabypille kennen: Nebenwirkungen. Mehr als 45 Prozent der Studien-Teilnehmer entwickelten den Forschern zufolge Akne. 38 Prozent stellten eine erhöhte Libido fest und 17 Prozent klagten über Stimmungsschwankungen. 20 der Männer brachen das Experiment sogar ab, weil ihnen die Nebenwirkungen zu viel wurden.

Die Forscher beendeten die Studie daher früher als geplant, weil die "Risiken für die Teilnehmer den möglichen Nutzen überwogen", wie sie mitteilten.  "Es wird noch mehr Forschungsarbeit benötigt, bis man diese Form der Verhütung auf den Markt bringen kann", sagte Studien-Mitautor Mario Philip Reyes Festin der Online-Plattform Science Daily zufolge.

Die gute Nachricht: Ganze 75 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass sie die “Pille für den Mann” nehmen würden. Trotz Nebenwirkungen.

fran

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