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Foto: Chris Dillmann/ AP

Wenn man vor dem Fernseher einschläft und erst Stunden später wieder aufwacht, ist das meistens kein guter Start in den Tag. Genau das ist dem siebzehnjährigen Snowboarder Red Gerard vergangenen Samstag passiert. Er schlief ein, während er „Brooklyn Nine-Nine“ schaute und hörte den Wecker nicht, den er sich für sechs Uhr morgens gestellt hatte. Er wachte erst auf, als ihn ein Teamkollege aus dem Bett holte. Was Gerard von uns Normalsterblichen unterscheidet: Er gewann anschließend eine Goldmedaille im Slopestyle Snowboarding bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang. 

Nach einem schnellen Frühstück erwartete Gerard das nächste Hindernis: Er konnte seine Olympische Jacke nicht finden. Weil er ohnehin schon gestresst war, borgte er sich die Jacke seines Kollegen aus und lief zum Wettbewerb. Nach den ersten beiden Durchgängen sah es für den Snowboarder schlecht aus. Er lag auf dem letzten Platz. Im dritten Durchgang holte Gerard aber 87,16 von 100 Punkten und landete damit auf Platz eins. Als Reaktion auf die Punktezahl schrie er „Holy Fuck“ vor laufenden Kameras. 

„Ich bin mit der Einstellung zu dem Wettbewerb gegangen, dass ich gerne auf Platz vier wäre“, sagt Gerard zu NBC Olympic. „Aber ich muss sagen: Der erste Platz ist besser.“ Damit gewinnt Red Gerard die erste Goldmedaille für die USA bei den diesjährigen Olympischen Spielen. Laut dem Wall Street Journal ist er nun der jüngste Amerikaner, der in den vergangenen 90 Jahren eine Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen geholt hat. Den Erfolg feierte er mit seinen Freunden und seiner Familie, die seit 8:30 Uhr morgens Bier getrunken haben. So macht man aus einem schlechten Morgen einen erfolgreichen Tag.

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