»Heilig? Heilig ist im Hip-Hop nichts«

Derrick Parker leitete jahrelang eine Spezialeinheit der New Yorker Polizei. Sein Gebiet: Kriminalfälle im Rap-Milieu. Seine Verdächtigen: Stars wie Puff Daddy.
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Illustration: Julia Schubert

Von: Kerstin Greiner und Sven Katmando Christ (Interview); Foto: Yvonne Bauer

SZ-Magazin: Können Sie sich noch an den Tag erinnern, als Sie das erste Mal »Hip-Hop-Cop« genannt wurden?

Derrick Parker: Das muss vor ungefähr zehn Jahren gewesen sein, als ich noch als Ermittler in der Mordkommission gearbeitet habe. Weil es in New York so viele Gewaltverbrechen gab, die mit Hip-Hop in Verbindung standen, wurde jemand innerhalb des New York Police Department gesucht, der sich ausschließlich dieser Fälle annehmen sollte. Ich hatte dafür die Voraussetzungen, weil ich zuvor auch als verdeckter Ermittler im Drogendezernat gearbeitet hatte: Ich kannte das Ghetto. Mein Chef erklärte mir, dass ich künftig alle Hip-Hop-Kriminalfälle in New York bekommen würde. Am Ende des Gesprächs klopfte er mir auf die Schulter und sagte: »Von nun an bist du ein Hip-Hop-Cop.«

Was waren das für Verbrechen?

Schießereien, Entführungen, Einbruch, Diebstahl, Erpressung, Drogen- und Waffenhandel, Mord. Besonders oft wird der teure Glitzerschmuck der Rapstars geraubt, das sogenannte Bling-Bling. Foxy Brown ist in ihrer Wohnung überfallen worden, Busta Rhymes wurde gleich zweimal komplett ausgeraubt.

Haben Sie allein gearbeitet?

Am Anfang bestand die Hip-Hop-Einheit nur aus mir. Heute ist sie natürlich viel größer.

Hier geht es zum Rest des Interviews auf sz-magazin.de

 
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