Stille Nacht, sehr stille Nacht

Weihnachten, das Fest der glücklichen Großfamilien? Nein – viele Menschen hat das Schicksal von ihren Liebsten getrennt. Eine Begegnung mit zwei Freundinnen, die für den 24. Dezember besondere Pläne haben.
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Illustration: Julia Schubert

Von Sebastian Glubrecht (Text); Foto: Hubertus Hamm

In diesem Jahr geben Marie* und Katharina* Weihnachten noch eine Chance. Früher haben sie mit ihren Familien und Partnern gefeiert, aber seitdem ist einiges schiefgegangen.

Wenn der Dezember naht, werden viele Menschen so weich wie ihre dicken Jacken, und an Heiligabend fällt die letzte schützende Hülle von ihnen ab. Ihre Gefühle verdichten sich. Marie und Katharina sind so verschieden, wie es enge Freundinnen oft sind, doch eines verbindet sie mit Millionen von Menschen: eine leise Angst vor Weihnachten. Denn es ist nun mal das Fest der Liebe, aber an die wird nicht jeder gern erinnert.

Marie ist 36 Jahre alt, mag grünen Tee und Kuchen mit Karotten, den man nicht in jeder Bäckerei bekommt. Ihre Freundin Katharina ist ein wenig älter, aber trotzdem nicht die Vernünftige von beiden. Sie weiß, wie man ein Kleid näht, aber auch, wie man Räuberleiter macht. Marie und Katharina verschenken gern selbst gemachte Pralinen in selbst gemachten Verpackungen oder basteln Christbaumschmuck mit Bildern von 50er-Jahre-Starlets.

 

Weihnachten haben sie früher immer herbeigesehnt, aber je älter sie wurden, umso deutlicher spiegelte sich in diesen Tagen ihr Leben wieder. Und dieses Jahr wird einiges zusammenkommen.

 

 

Den zweiten Teil der Geschichte findest du auf sz-magazin.de

 
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