Wir sind alle Chinesen

Neun deutsche Sportler zeigen Haltung und erinnern an die Opfer chinesischer Staatswillkür
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Von Julia Rothhaas und Mauritius Much; Fotos: Noshe

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Illustration: Julia Schubert

Hu Jia engagiert sich für Aids-Waisen, Umweltschutzprojekte und Korruptionsopfer. Mehrfach kritisierte er die Menschenrechtslage in China. Im April 2008 wurde er zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

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Illustration: Julia Schubert

Petra Dallmann ist Schwimmerin und nimmt zum zweiten Mal an den Olympischen Spielen teil. »China hatte versprochen, sich vermehrt um die Einhaltung der Menschenrechte zu bemühen, als es die Ausrichtung der Spiele zugesprochen bekam. Stattdessen wurden Kritiker wie Hu Jia schon im Vorfeld zu Gefängnisstrafen verurteilt, um Nachahmer einzuschüchtern. Ich hoffe, dass dieses Thema auch dann nicht in Vergessenheit gerät, wenn die Olympischen Spiele vorbei sind.«


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Illustration: Julia Schubert

Yang Tongyan ist Schriftsteller und bereits zum zweiten Mal für zwölf Jahre in Haft. Er hatte in zahlreichen Artikeln einen politischen und demokratischen Wandel in China gefordert.

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Illustration: Julia Schubert

Sabine Spitz ist Mountainbikerin und nimmt zum dritten Mal an den Olympischen Spielen teil. »Als ich zu den Spielen nach Sydney und Athen gefahren bin, habe ich mich darauf gefreut. Das kann ich jetzt nicht sagen. Ich weiß nicht, was ich von einem Land halten soll, in dem sich seine Bürger nicht frei äußern dürfen. Uns Sportlern sind vom Internationalen Olympischen Komitee politische Äußerungen vor Ort untersagt – auch eine Art, Menschenrechte zu beschneiden.« Hier kannst du weitere Sportler anschauen

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