Greta Thunberg trollt Donald Trump auf Twitter

Zuvor hatte Trump gefordert, die Aktivistin solle mal chillen und ihr Wutproblem in den Griff bekommen.
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Greta Thunberg und Donald Trump werden sich sicherlich auch in Zukunft nicht anfreunden.

Foto: Guglielmo Mangiapane, Tom Brenner / Reuters

Stell dir vor, du bist sauer auf die Politik – und daraus ist eine internationale Protestbewegung entstanden. Wegen dir hinterfragen Tausende Leute ihren ökologischen Fußabdruck. Umweltpolitik ist wieder cool. Du wirst als Person of the Year vom Time Magazine gekürt. Mit 16 Jahren. Und dann sagt dir ein alter, weißer Mann, du solltest doch einfach mal chillen und mit einer Freundin ins Kino gehen. Es wäre wichtiger, an deinem Wutproblem zu arbeiten, als die Welt zu retten.

Genau das empfahl Donald Trump auf Twitter Greta Thunberg. Statt sich ängstlich zu verkriechen (wie es vielleicht andere täten – immerhin ist Donald Trump der mächtigste Mann der Welt), reagierte die Aktivistin ziemlich cool – mit einem subtilen Move, den sie schon öfter gebracht hat: Greta änderte ihre Twitter-Biografie. Jetzt steht dort: „A teenager working on her anger management problem. Currently chilling and watching a good old fashioned movie with a friend.“

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Screenshot: Twitter

Screenshots von Gretas Aktion werden seitdem geteilt und die Aktivistin wird von vielen gefeiert. So auch von Jimmy Kimmel. Er lobte, Donald Trump sei schon lange nicht mehr so veralbert worden. Laut Kimmel sei Trump ein „alter, schwitzender Mann”, der beleidigt ist, weil er auch gerne auf dem Time Magazine Cover wäre. Hierzu muss allerdings gesagt werden, dass Trump 2016 bereits zur „Person auf the year” gekürt wurde.

Trump's Insane Outburst Against 16-Year-Old Greta Thunberg

Greta hatte Trump schon einmal auf diese Art getrollt, als er sie nach ihrer emotionalen Rede bei der UN als „very happy young girl“ bezeichnet hatte. Seither reagiert sie immer wieder so darauf, wenn Regierungschefs sie verbal angreifen: Nach einer entsprechenden Aussage des russischen Präsidenten Vladimir Putin, beschrieb sie sich als „poorly informed teenager“ . Als sie der brasilianische Staatschef Jair Bolsonaro vergangene Woche eine „Göre“ genannt hatte, fand sich das Wort kurz darauf ebenfalls in Gretas Twitter-Biografie wieder.

Natürlich ist diese Art des Schlagabtauschs für Außenstehende äußerst amüsant. Die Art, in der Greta Beleidigungen neubesetzt und in etwas Lustiges und Positives verwandelt, imponiert vielen außerdem. Gleichzeitig bleibt aber die Frage, warum so viele erwachsene, mächtige Männer es für nötig halten, gegen eine 16-Jährige zu wettern.

nopa

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