Das letzte Bier ist manchmal schlecht, das erste dafür immer gut

Collage: Daniela Rudolf

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Sonntag 

  • Dass man zu wenig geschlafen hat, merkt man auch daran, dass einem die Musik, die der Sitznachbar in der U-Bahn hört, extrem auf die Nerven geht.
  • Sonne tut gut. Immer.

Samstag 

  • Wenn es nach den ersten paar Sonnentagen im Jahr noch mal schneit, ist das, als würden die Eltern dem Kind unterm Weihnachtsbaum sagen: „Stop, aufhören mit Geschenke auspacken, in einer Stunde geht's weiter.“
  • Wenn man in großen Elektroketten die Alben der Lieblingsband plötzlich wieder auf Kassette findet, zweifelt man kurz, ob wirklich 2018 ist.

Freitag

  • Das letzte Bier ist manchmal schlecht, das erste dafür aber immer gut.
  • Wenn beide Partner nicht kochen können, stellt man sich irgendwann unweigerlich die Frage, wie man sich den Rest des Lebens eigentlich vernünftig ernähren soll.
  • Nachtflohmarkt ist ein cooler Name dafür, seine alten H&M-Shirts für fünf Euro loszuwerden.
  • Manchmal wäre man gerne wieder Kleinkind: Einfach auf die Straße setzen und heulen, wenn einem danach ist – großartig! 

Donnerstag

  • Jetzt ist genau diese Zeit, in der man schon denkt, man könne langsam mal dünnere Klamotten anziehen, und dann krank wird, weil es eigentlich doch noch zu kalt dafür ist.
  • Wer mit dem Rauchen aufhören will, verzichtet dabei auch auf etwas anderes: frische Luft.
  • Gemein: Wirklich attraktive Menschen werden bei arktischen Temperaturen noch hübscher, weil rotwangig. Der Rest von uns bekommt permanente Gesichts-Gänsehaut.
  • Alles dauert immer länger, als man vorher dachte. Außer Essen. Das dauert immer kürzer. 

Mittwoch

  • Manche Menschen scheinen ihren Instagram-Account auch nur dafür zu haben, um mit ihrer bizarren Produktivität anzugeben.
  • Früher hat man ständig wegen jedem Scheiß mit seinen Freundinnen telefoniert. Wenn heute eine Freundin schreibt "Hast du Zeit zu telefonieren?", macht man sich sofort schreckliche Sorgen.
  • Die beste Abendunterhaltungsplanung für daheim ist, wenn man immer abwechselnd eine Serie durchguckt und ein Buch durchliest.
  • Weisheit direkt aus dem Friseurstuhl importiert: 80 Prozent der Frauen tragen lange Haare, das sind 30 Prozent zu viele.

Dienstag

  • Auf Reisen hat man kein Recht auf schlechte Laune.
  • Und wenn man von einer Reise zurückkommt, darf man sich erst recht über nichts beschweren.
  • Im Gegensatz zu Berlinern haben die Münchner es einfach nicht nötig, unfreundlich zu sein.
  • Über Schnee freut man sich wirklich nur beim ersten Schneefall des Jahres.
  • Der „Allen antworten“-Button in Mails scheint grundsätzlich falsch verwendet zu werden: Wenn man sich wünscht, dass jemand allen antwortet, tut er es garantiert nicht. Und wenn jemand eine Antwort für einen Absender hat, schickt er sie garantiert allen.

Montag

  • Busfahrer interessieren sich nicht für deine Arbeitszeiten.
  • Das einzig Traurige daran, wenn der Winter mal vorbei ist, ist, dass die ganzen schönen Wolldecken dann einsam und unbenutzt rumliegen.
  • Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, ein Haar zu entfernen, das auf einem Stück Seife klebt.
  • Wenn deine Mitbewohnerin dir extra Nudeln kocht, die du nachts als Mitternachtssnack essen kannst, musst du sie für immer behalten.

Das haben wir in den Wochen davor verstanden: 

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