Wer seinen Auto-Motor grölen lässt, wirkt ganz anders auf Außenstehende als erhofft

... und was wir diese Woche sonst noch verstanden haben.
Aus der jetzt-Redaktion
cover wir haben verstanden collage daniela rudolf

Collage: Daniela Rudolf

Freitag

  • Die höflichsten Menschen der Welt sind diejenigen, die Corona-Tests abnehmen und sich auch heute noch jedes Mal dafür entschuldigen, wenn einem wegen des Stäbchens in der Nase ein bisschen die Tränen kommen.
  • Man sollte sich bei Großinvestionen viel genauer anschauen, wie die Rücksendebedingungen sind.
  • Menschen, die in Sportwagen durch die Stadt rauschen und ihre Motoren bei jeder Gelegenheit grölen lassen, wirken auf Außenstehende ganz anders, als sie sich das vorstellen.
  • Retro heißt heute, dass sich Jugendliche wieder über Zahnspangen freuen.

Donnerstag

  • Schlimmer als Streit fühlen sich die Stunden danach an, in denen man merkt, was man dabei alles hätte anders sagen wollen.
  • Bei manchen Menschen fragt man sich, wie sie so gesund und nett bleiben konnten, nach allem, was sie erlebt haben.
  • Die Wirkung davon, einfach mal genug Wasser zu trinken, wird radikal unterschätzt.
  • Je weiser man wird, desto weniger hat man den Drang, bei allem mitreden zu wollen.

Mittwoch

  • Man kann es durchaus als Erfolg werten, wenn man in seiner Studienzeit gelernt hat, mit einem ausgeklappten Meterstab eine Bierflasche zu öffnen.
  • In sterbenden Pflanzen steckt immer auch ein Vorwurf.
  • Man fühlt sich nur so lange erwachsen, bis man alleine Fenster putzt und es danach schlimmer aussieht als zuvor.
  • Man sollte sich weniger Gedanken machen, was andere über einen denken, denn die meisten Menschen denken eh über ihre eigenen Probleme nach.

Dienstag

  • In die Badewanne gehen ist maximal fünf Minuten lang schön. Danach wird es stinklangweilig, unbequem und sehr schnell kalt.
  • Wenn man nicht weiß, was man später mal werden will, sollte man gucken, was die Leute so arbeiten, die man interessant findet.
  • Wenn frühere Versionen von uns selbst wüssten, was wir heute als „langsames Internet“ bezeichnen, würden sie vor Neid erblassen.
  • Zitronen halten entweder ewig oder schimmeln nach zehn Minuten

Montag

  • Es ist egal, dass man weiß, dass wildes „Herumgehacke“ auf der Tastatur nichts bringt, wenn sich der Laptop aufhängt. Man macht es trotzdem.
  • Man merkt meistens erst dann, dass die Tulpen in der Vase nicht mehr schön sind, wenn sich die Blütenblätter in der gesamten Wohnung verteilen, sobald man die Vase anhebt.
  • Teebeutel, die beim Einfüllen von heißem Wasser reißen, sodass der gesamte Inhalt im Getränk schwimmt, bergen erstaunliches Aggressionspotential.
  • Großeltern, die sich mit ihrem neuen Smartphone auseinandersetzen müssen, geben dabei fast immer eine tragische Figur ab.
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