Auf die Ankündigung, "Klartext" reden zu wollen, folgt verlässlich wirres Zeug

Collage: Daniela Rudolf

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Sonntag

  • Auf die Ankündigung, "Klartext" reden zu wollen, folgt verlässlich wirres Zeug.
  • Die meisten Bitte-teilen-ich-vermiete-meine-Wohnung-unter-Posts klickt man nur an, weil man sehen möchte, wie die Person wohnt.
  • Dilemma: Wenn man der einzige Grund am Tisch ist, wegen dem die Situation gerade nicht eskaliert und man sicher ist, dass es dafür umso heftiger wird, wenn man den Tisch verlässt – sollte man dann lieber bleiben oder gehen?
  • Wenn man im fünften Stock ohne Lift wohnt, geht man nicht "mal eben kurz vor die Tür".
  • „Muss schlafen“ sollte sehr viel mehr als Ausrede für alles Gesellschaftliche akzeptiert sein. 

Samstag 

  • Sollte jemand die Schwangerschaftshose für den Mann als Patent anmelden wollen: Wir hatten die Idee zuerst!
  • Wer selbst nur ungern fotografiert wird, wird nie ein guter Fotograf sein können.
  • Man fühlt sich in einem neuen Viertel ab dem Moment zu Hause, in dem einen der Kioskverkäufer ums Eck das erste Mal beim Namen nennt.
  • Ghetto ist in München alles, was mindestens sechs Stockwerke und keine Büros hat.

Freitag

  • Altbauwohnungen sind nur so lange toll, bis man das erste Mal in die Wand bohren muss.
  • Wenn man Casper rappen hört, möchte man ihm am liebsten gleich eine Familienpackung Wick Rachendrachen schicken.
  • „Für eine Regenjacke ist die doch schön“ ist ein vergiftetes Kompliment.
  • Es gibt keinen besseren Stolz als den, wen man etwas getan hat, vor dem man sich eigentlich drücken wollte.
  • Wenn man vergisst auf Toilette zu müssen, dann ist der Tag zu stressig.

Donnerstag

  • Weiß man doch auch aus Beziehungen: Wenn man im Streit einfach rausrennt, wirkt das nie souverän. Haben nur bei Alice Weidel schon wieder alle vergessen.
  • Im Moment ist genau dieses Wetter, bei dem man sich in der U-Bahn in einen Wollmantel gehüllt neben einer Person im kurzen Rock wiederfindet.
  • Auch wenn man nur für weniger als zwölf Stunden nach Hamburg reist, sollte man zur Sicherheit einen Schirm dabeihaben.
  • Egal, wie gründlich man die Waschmaschine ausräumt und prüft, ob sich nicht doch ein Kleidungsstück in der Trommel verfangen hat: Nach dem Waschen fehlt jedes Mal eine Socke.
  • Bitterer Automatenkaffee schmeckt auch nicht besser, wenn man ein Schoko-Bonbon darin auflöst.

Mittwoch

  • Es gibt Menschen, die am Hochstaplersyndrom leiden: Sie haben ständig Angst, dass irgendwann alle herausfinden, dass sie eigentlich gar nichts können.
  • Auf der Arbeit redet man auf einmal mit Menschen, die man zu Schulzeiten auf jeden Fall ignoriert hätte.
  • Manchmal muss man einfach bei einem maximal unauthentischen Chinesen essen.
  • Das schlimmste am Vokabellernen ist, dass man bei manchen Wörtern auf den ersten Blick weiß, dass man sie sich nicht wird merken können.
  • Ab einem gewissen Alter bekommt man viele Fresskörbe zum Geburtstag. Zum Glück ist man dann in dem Alter, in dem man diese Aufmerksamkeit absolut zu schätzen weiß.

Dienstag

  • Wenn man Musiker von Bands, die man mag, regelmäßig im eigenen Viertel mit ihren Kindern herumlaufen sieht, hört sich die Musik danach irgendwie anders an.
  • "Bundestagswahl" und "by the way" haben die gleiche Abkürzung: btw, in drei Wochen ist BTW.
  • Das benutze Messer an der Spüle steht offiziell für: Vielleicht esse ich noch ein Brot.
  • Oreos sind so 2010.
  • Menschen, die immer noch 2k17 schreiben, sollte man nicht vertrauen.
  • Frauen sind im Winter größer als im Sommer – bei Hitze hat nämlich niemand Bock auf hohe Schuhe.
  • Man ist so lange zufrieden mit seinem gesunden Essen, bis die Person neben einem Burger isst.
  • Schwangere haben nicht automatisch einen Preggo-Radar.

Montag

  •  „Caspers neuer Albumtitel „Lang lebe der Tod“ erinnert stark an Grönemeyers „Bleibt alles anders“.
  • Männern sollte es sehr stark zu denken geben, wenn sie es immer noch bemerkenswert finden, dass sie in einem Meeting in der Unterzahl sind.
  • In keiner Stadt fühlt man sich glücklicher beim Dickwerden als in Wien. 
  • Menschen, die ein Desinfektionsmittel am Rucksack baumeln haben, scheinen nicht unbedingt die zu sein, mit denen man richtig Spaß haben kann.
  • Kein Datingprofil kann jemals so viel verraten wie fünf Minuten in der Bahn jemandem beim Am-Handy-Sein über die Schulter zu schauen.
  • Parteien, die Wahlplakate aufhängen, sind wie Hunde die an Bäume pinkeln um sie zu markieren.
  • Wer sich eine Woche lang vornimmt, endlich seine Brillengläser zu putzen, es die ganze Zeit verbaselt, irgendwann aber doch macht, hat das Gefühl: echt schon viel geschafft heute.
  • Wer selten putzt, lebt länger und hat auch noch mehr davon.
  • Im Ausland ohne Angst vor Roaming-Gebühren zu surfen fühlt sich irgendwie falsch an. 

Das haben wir in den Wochen davor verstanden:

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