Wacken bekommt eine Bier-Pipeline

Grund: Die Metalheads trinken überdurchschnittlich viel. Und es ist nachhaltig.
Foto: ag.dpa

Es ist ein Teufelskreis: Jedes Jahr saufen die Wacken-Besucher pro Kopf 5,1 Liter Bier weg, weit mehr als bei Rock am Ring, dem Splash- oder Melt- Festival. Die Fässer dafür müssen bisher per Lkw aufs Gelände gebracht werden – und reißen dabei den Boden auf. Die Folge sind Schlammlandschaften. Doch in diesem Jahr rüsten die Metalheads auf: Der Nachschub erfolgt direkt über eine Bier-Pipeline, wodurch Fässer und Lkw überflüssig werden.

Durch die Pipeline und eine Bepflanzung mit Senfgras und Klee sollen die Schlamm-Eskapaden der vergangenen beiden Jahre verhindert werden.

Die Idee, durstige Menschenmassen direkt aus der Leitung zu versorgen ist übrigens nicht ganz neu: Auch in der Fußballarena "Auf Schalke" verlaufen insgesamt fünf Kilometer lange Leitungen zu 112 Zapfhähnen. Auch auf dem Münchner Oktoberfest versorgt eine 250 Meter lange Pipeline drei der Festzelte mit Bier.

Und wer nun denkt, er könnte sich vielleicht eine kleine Privatleitung ins eigene Zelt abzweigen: Die Pipeline verläuft leider komplett unterirdisch.

qli

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