So wird der Alltag während der Pandemie ein bisschen leichter

Wir haben Corona-Lifehacks gesammelt.
Aus der jetzt-Redaktion
corona lifehacks

Das Coronavirus beschert uns schlechte Zeiten – aber man kann lernen, damit umzugehen.

Illustration: FDE

Die steigenden Zahlen der Corona-Infektionen und der daraus folgende zweite Teil-Lockdown sind für viele Menschen sehr belastend. Der einzige Vorteil: Wir sind alle keine Pandemie-Anfänger*innen mehr. Sondern beginnen, uns an die Situation zu gewöhnen, ja sogar kleine Tricks und neue Routinen zu entwickeln, um unseren Alltag zu meistern. Dass Spazierengehen und ein strukturierter Tagesablauf gegen die Corona-Niedergeschlagenheit helfen können, wissen wir inzwischen alle. Aber es gibt auch noch andere Corona-Lifehacks, die die Menschen sich angeeignet haben. Einige davon haben wir für euch gesammelt.

Freundschaften pflegen 

Die Zoom-Geburtstagsparty

Video-Chats sind derzeit wohl oder übel die einzige Möglichkeit, den Freund*innenkreis mal wieder zusammenzubringen. Doch was wir uns im März noch recht spaßig vorstellten und nicht selten mit viel Bier zelebrierten, wird spätestens jetzt oft zum krampfigen „Joa, nix Neues – und bei euch so?“. Wie man es besser machen kann:   

  • Für alle, die beim Wort „Monopoly“ nicht gleich Ausschlag kriegen, sind virtuelle Spieleabende eine Idee. Sehr gut funktioniert das zum Beispiel mit „Black Stories“ (gibt es auch als App mit kostenlosen Fan-Geschichten) oder „Tabu“ (wenn alle das Spiel daheim haben). Auch Brettspiele funktionieren, indem eine*r der Beteiligten einen Weg findet, das Spiel von oben mit dem Handy zu filmen. Noch einfacher und immer noch gut: Grundschul-Basics wie „Stadt Land Fluss“ oder „Wer bin ich?“.  
  • Lustige alte Bilder des Geburtstagskindes rauszusuchen und dann mit der Partygemeinde via Bildschirm zu teilen, regt garantiert alte Erinnerungen an und bringt Gespräche zum Laufen. Profi-Tipp: Die Bilder mit einer lustigen Überschrift versehen, und ZACK hat man seine eigenen Party-Memes.   
  • Einen Beginn muss man sowieso festlegen – aber auch einen Schluss ausmachen: Länger als anderthalb bis zwei Stunden sollte sich das digitale Ereignis nicht hinziehen. Erstens bekommen sonst alle Kopfweh vom Starren in den Bildschirm, zweitens müssen sich die  Teilnehmer*innen dann keine Sorgen machen, für immer in diesem Call festzuhängen. Und: Wenn die Online-Party total megaobergeil ist, dann bleiben eh alle länger.

The Comeback of the Telephone!

Video-Chats sind nicht für jede*n der bestmögliche Ersatz für ein echtes Treffen. Tatsächlich kann es auch total irritierend sein, sich und den anderen konzentriert über den Bildschirm anzustarren. Eine Alternative ist das simple Telefonieren: Wie in Teenagerzeiten im Bett liegen, die Füße in die Luft strecken und mit den Zehen wackeln, mit dem Handy in der Hand durch die Wohnung wandern und nebenher Blumen gießen oder die Waschmaschine anschmeißen.

Allgemeine Lebenserleichterungen

Hack für Brillenträger*innen

Gläser beschlagen bei vielen wegen der Maske ständig, die meisten sind deshalb vollkommen entnervt und ratlos, weil ständig halbblind. Dabei gibt es eine einfache Lösung: ein Anti-Beschlag-Spray, erhältlich online oder in so mancher Dorgerie.

Der perfekte Zoom-Hintergrund im Home-Office

Es steht mal wieder ein offizieller Call an, aber Küche und Wohnzimmer sehen schlimm aus? Wer sich in dieser Situation für den Palmen-Hintergrund entscheidet, wird hoffentlich sofort wegen Geschmacklosigkeit gescholten. Ein neutraler Zoom-Hintergrund dagegen wirkt, als hätte man etwas zu verbergen. Deswegen: Beim nächsten Besuch im eigenen Büro ein Foto machen – schon hat man einen Hintergrund, der vielleicht nicht schön ist, sich aber auf jeden Fall richtig anfühlt.  

Sich kleine Verrücktheiten erlauben

Alles hat sich verändert – und doch sollen wir wie Roboter einfach weiter funktionieren? Das ist nicht fair! Deswegen gönnt euch die eine oder andere Verrücktheit: Färbt euch die Haare bunt (auch, wenn ihr älter als 30 seid), schneidet euch den verdammten Corona-Pony, startet einen blödeligen Tiktok-Account, esst allen Knoblauch, den ihr finden könnt, kurz: Nehmt euch die Freiheit, euch selbst auszudrücken, damit ihr nicht aus Langeweile eingeht wie Büro-Kakteen. 

Nicht bei jedem Trend mitmachen

Egal, wie hoch der Druck ist: Niemand MUSS ein Bananenbrot backen. 

Kleine Sicherheitstricks im Alltag

Bezahlen wie ein Pandemie-Profi

Das geht, indem man sich eine neue, fesche EC-Karte holt, mit der kontaktloses Zahlen möglich ist. Dazu braucht die Karte einen sogenannten NFC-Chip. Einfach auflegen und weitergehen – meist ohne noch den PIN eingeben zu müssen, ergo: ohne Tasten anfassen zu müssen, die schon Hunderte vor einem angetatscht haben.

Der Großeinkauf

Besser ist es, einmal pro Woche groß einzukaufen, anstatt für jedes Ei noch einmal extra in den Supermarkt zu rennen. Dafür muss man ein bisschen besser planen, aber die Chance, sich mit Corona zu infizieren, sinkt. Und: meistens spart man sich durch bessere Planung auch viel Geld.

Eine Maske für jeden Anlass

Das Modell FFP3 (auch N99/KN99 genannt) ist die funktionstüchtigste Maske. Doch die Nachfrage nach dem Modell ist hoch – und für viele Menschen ist die Alltagsmaske mittlerweile auch Teil des Outfits. Daher empfehlen wir, sich einige verschiedene zuzulegen:

  • Eine schicke und neutrale Maske für die Arbeit (Weg zum Klo im Büro)

  • Eine Maske, die man trägt, wenn man lange Zug fährt, aber niemand um einen herum sitzt (also eine Einmal-Maske, die man danach wegwerfen kann)

  • Eine stylische Maske für ein seltenes Event (zum Beispiel Weihnachten, Geburtstag, Theater – wenn man wieder darf)

  • Welche Maske wie gut schützt, könnt ihr hier nachlesen.

Luft anhalten im Vorbeigehen

Wenn sich zu viele Menschen auf zu engem Raum ohne Maske befinden, kann es zumindest für das eigene Gefühl helfen, für etwa 30 Sekunden beim Vorbeigehen die Luft anzuhalten, um deren Atem nicht „abzubekommen“ – und selbst niemanden anzuatmen. 

Der Stift ist die Verlängerung des Geistes

… sagen während einer Pandemie nicht mehr nur prätentiöse Schriftsteller*innen, sondern auch alle Menschen, die Aufzugknöpfe oder Türklingeln drücken müssen. Sprich: Mit einem Kugelschreiber in der Tasche und in der Hand kannst du ganz easy vermeiden, ständig alles anfassen zu müssen, was viele Menschen auch anfassen. 

 

In die Zukunft oder die Vergangenheit träumen 

Ethisch vertretbar reisen

Im November sind touristische Übernachtungen in Deutschland sowieso nicht erlaubt und auch während der kompletten Pandemie gilt ohnehin Vorsicht. Hier dennoch ein paar Punkte, auf die es sich zu achten lohnt, wenn man reisen möchte oder muss – gerne auch für später, wenn sich die Beschränkungen wieder lockern: 

  • Nicht in oder durch ein Risikogebiet reisen. Was ein Risikogebiet ist, und worauf man sonst achten sollte, kann man auf dieser Seite des Auswärtigen Amtes nachschauen.

  • Wenn möglich: Off-Season reisen, wenn weniger Menschen unterwegs sind. 

  • Fahrrad fahren, Laufen, oder mit dem Auto zu reisen, ist gerade besser als den Zug oder das Flugzeug zu nehmen. 

  • Wer Camping nicht hasst: Übernachtet im Zelt, nicht im Hotel oder im Hostel. 

  • Reisen geht auch, ohne die Wohnung zu verlassen: Flüchtet aus der Realität mit Videospielen, die möglichst fern von der Gegenwart sind, zum Beispiel „Red Dead Redemption 2“, „Assassin's Creed“ oder „God of War“.

Der früh geplante Coronatest

Sich testen zu lassen, kann ein „rechtes Gschiss“ sein, wie man in Bayern sagt. Oft muss man lange auf einen Termin warten, in großen Teilen Deutschlands kosten die Tests auch viel. Deswegen: Es lohnt sich, früh mitzudenken und, falls es möglich ist (wie zum Beispiel in Bayern), schon jetzt einen Test für vor Weihnachten, vor Ostern, vor Omas Geburtstag ausmachen. So kann man wenigstens halbwegs sicher sein, dass man selbst nicht der oder die Übeltäter*in ist, die das Virus einschleppt – wenn der Test denn das richtige Ergebnis anzeigt.

Fotobücher basteln gegen das Vermissen

Statt immer nur zu jammern, was man dieses Jahr alles nicht machen konnte, könnten wir auch einfach mal dankbar für die schönen Erlebnisse sein, die wir in den vergangenen Jahren sammeln konnte. Daraus könnte man auch Fotobücher basteln – entweder digital oder analog. 

Transparenzhinweis: In einer alten Fassung des Textes stand, dass die FFP3-Masken auch unter der Bezeichnung KN95/N95-Atemschutzmasken bekannt sind. Das ist falsch und wurde korrigiert. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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