Das ist... Subhi Azizi, syrischer Praktikant im Bundestag

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Das ist ...

... Subhi Azizi, 23 Jahre alt und erster syrischer Flüchtling, der Praktikant im Bundestag wurde. 2015 kam er aus Aleppo über die Türkei und den Balkan nach Deutschland, um vom Assad-Regime nicht zum Militär eingezogen zu werden. Innerhalb eines Jahres hat er fließend Deutsch gelernt und ist seit Oktober Praktikant des CDU-Abgeordneten Oliver Wittke.

Der  kann ...

... anderen jungen Geflüchteten etwas die Angst vor der Zukunft nehmen. Subhi hat in Syrien Politologie studiert und in Deutschland zunächst ehrenamtlich für die Caritas in Suppenküchen und als Übersetzer gearbeitet, weil er keinen bezahlten Job finden konnte. Trotzdem hat er weiter unermüdlich Bewerbungen rausgeschickt, bis eine Erfolg hatte. „Ich wollte auf lange Sicht gerne eine Arbeit finden, die etwas mit meinem Studium zu tun hat. Aber mit dem Bundestag hätte ich echt nicht gerechnet. Zu Hause in Aleppo wollten das viele erst gar nicht glauben.“ Wie hoch genau das Praktikantengehalt ist, möchte Subhi übrigens nicht sagen. Aber er könne davon ohne fremde Hilfe leben.

Der will ...

... nach dem Praktikum, das noch sieben Monate dauert, ein Masterstudium anfangen, danach vielleicht noch einen Doktor draufsetzen und in der deutschen Politik aktiv sein. In die CDU eingetreten ist er schon. Um seine Pläne umsetzen zu können, geht er jeden Vormittag in eine Sprachschule. Er will sein Deutsch nämlich auf akademisches Niveau bringen. Nachmittags ist er im Bundestag, wo er recherchiert, Berichte schreibt oder Sitzungen beiwohnt.

Wir lernen daraus ...

... dass die Welt vielleicht doch noch eine Chance hat. Wenn man einem syrischen Flüchtling nur ein Jahr nach seiner Ankunft in Deutschland Einblicke ins Zentrum der Macht des Landes ermöglicht, dann ist das zwar ein kleines, aber trotzdem sehr schönes Zeichen gegen die Stimmen, die die Integration scheitern sehen wollen.

Nur Google weiß ...

... dass Subhi mehr Glück gehabt hat, als er vielleicht ahnt. Ein anderer 23-jähriger Geflüchteter aus Guinea wurde kürzlich vom Jobcenter Dinslaken (aus Versehen) einem AfD-Mitglied als Praktikant zugeteilt. Der ließ den jungen Mann ein bisschen Staub wischen und schickte ihn dann weg.

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