Eigentlich sollen Emojis uns helfen, anderen beim Schreiben übers Handy unsere Gefühle klar zu machen. Wir schicken also einen Smiley, damit der andere weiß, dass wir das eben Geschriebene nicht böse meinen. Und ein Wutgesicht, wenn doch. Eigentlich alles ganz einfach. Ein Emoji allerdings, das Apple gerade mit dem neuen Update 12.1 rausbrachte, könnte das alles ein wenig verkomplizieren. Denn irgendwie ist sich keiner so richtig einig, was es aussagt.

Das Gesicht, das auf der rechten Hälfte zu lachen und auf der linken niedergeschlagen scheint, ist damit in den vergangenen Tagen zum Diskussionsgegenstand der Sozialen Netzwerke geworden. Darin sammeln nun Tausende Nutzer Vorschläge, was dieser uneindeutige Gesichtsausdruck wohl meinen könnte.

Die meisten vermuten, er zeige an, dass jemand ein körperliches Problem habe. Während einige dem Emoji schwere Erkrankungen wie Schlaganfälle zuschreiben, denken andere harmloser: an Blähungen zum Beispiel, einen Fußkrampf oder eine Prostata-Untersuchung. Eine Nutzerin fühlt sich außerdem daran erinnert, was passiert, wenn sie versehentlich ihren Vibrator auf die höchste Stufe stellt.

Andere Nutzer denken daran, dass so Leute gucken, die versuchen, zu flirten – dabei aber kläglich scheitern. Der Ausdruck wirkt auf sie nämlich eher verstörend als anziehend.

Einige wenige interpretieren das Emoji aber auch positiv. Ein Nutzer schreibt beispielsweise, so gucke man, wenn man endlich am Bauch gekratzt würde. Andere halten das Emoji für das Zeichen einens unterdrückten Lachanfalls.

Bei all der Ratlosigkeit greifen Dutzende letztlich auf menschliche Vergleiche zurück. Die hätten die Grafik-Designer mit ihrer Gesichtsakrobatik doch sicher zu diesem Emoji inspiriert.

Einig sind sich die User in der Debatte um die wahre Bedeutung des Emojis schließlich auch nach zwei Tagen noch nicht. Obwohl Dutzende das Emoji tatsächlich so sehen, wie es seine Macher ebenfalls verstehen: Als wäre es einfach verdammt betrunken.

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