Der Erschaffer des Area-51-Events äußert sich zu der geplanten Aktion

Zuvor hatte auch die US-Luftwaffe das beliebte Facebook-Event kommentiert.

Die Straße zum Glück – zumindest für die äußerst motivierten Teilnehmer der Aktion.

Foto: AP

Der detailliert durchdachte und total durchorganisierte Plan, die Militärbasis Area 51 zu stürmen, um „them aliens“ zu sehen, scheint nur ein Scherz gewesen zu sein. Oh Wunder, wer hätte das gedacht. Das hat nun Matty Roberts, der Erschaffer des Facebook Events „Storm Area 51, They Can’t Stop All of Us“ in einem Interview erzählt: „Es hat eigentlich als Witz begonnen“ sagte er dem Sender KLAS-TV.  Als sich dann auf einmal Tausende Menschen für die Aktion begeisterten und auf Zusage drückten, sei das eine Überraschung gewesen. „Aus dem Nichts ist es auf einmal abgegangen. Es war ziemlich wild.“

Wild und gar nicht mal so lustig für den jungen Mann. Klar, wenn man die Kontrolle über eine Situation verloren hat, kriegt man sie meist auch nicht wieder. Das weiß jeder, der schon einmal betrunken Fahrrad gefahren ist. Das sei auch der Grund gewesen, weswegen Roberts sich bisher nicht öffentlich zu den rasanten Entwicklungen geäußert habe. Nachdem seine Idee mehr als 500 000 Unterstützer gefunden hatte, bekam er Angst, dass das FBI bei ihm zu Hause aufkreuzen würde. Inzwischen hat das Event 1,7 Millionen Zusagen und immerhin 1,3 Millionen Interessierte. „Spooky“, also gruselig findet Roberts das.

190717 STORM AREA 51- KLAS

Die Idee für das satirische gemeinte Event sei ihm gekommen als er einen Podcast hörte, indem Joe Rogan den selbsternannten „Area 51 Whistle-Blower“ Bob Lazar über angebliche UFO-Technologie interviewte, die dort in der Wüste Nevadas versteckt sein soll. Über das lange inoffizielle Militärgelände gibt es seit Jahren die unterschiedlichsten Alien-Verschwörungstheorien. Die Regierung wollte jahrzehntelang nicht einmal die Existenz der Anlage bestätigen. Erst 2013 räumte die CIA ein, dass es auf dem Grund des ausgetrockneten Groom Lake ein Test- und Trainingsgelände gebe. Was man weiß, ist, dass dort unter anderem das Spionageflugzeug U-2 und der Tarnkappenbomber B-2 getestet wurden.

Am Donnerstag äußerte sich die US-Luftwaffe sogar offiziell zu der geplanten Alien-Aktion. Man könne nur dringend von jedem Versuch abraten, sich illegal Zugang zu der Anlage in Nevada zu verschaffen, erklärte der Luftwaffenstützpunkt Nellis. Welche Schutzmaßnahmen für das 20 700 Quadratkilometer große Gelände bestehen, wollte man aber nicht erläutern.

Bleibt nur zu hoffen, dass alle den satirischen Ansatz der Aktion mitbekommen haben. Dem scheint aber nicht zu sein. Die Hostel-Besitzerin Connie West des „A'Le'Inn“ – der der Area 51 naheliegendsten Übernachtungsmöglichkeit, erzählte dem National Public Radio, dass ihr Telefon immer häufiger läuten würde. Sie sei rund um den 20. September, dem Tag des Events, ausgebucht, und hätte sogar angefangen, Zeltplätze auf ihrem Grund zu vermieten. „Die Leute scheinen das ernst zu meinen. Ich gaube, sie sind doof, wenn sie denken, dass sie es auf das Gelände schaffen, aber ich werde daraus Kapital schlagen.“

mpu

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