Jesus kann auch ein Hund sein

Oder ein Hotdog. Zumindest, wenn wir den lustigsten Krippenszenen des Jahres Glauben schenken.

Wie Krippen zur Weihnachtszeit auszusehen haben, davon haben die meisten Menschen wohl eine sehr ähnliche Vorstellung. Die Bibel beschreibt die Geburtsszene Jesu schließlich verhaltnismäßig ausführlich. Christen wissen so, worauf sie bei der möglichst detailgetreuen Nachbildung achten müssen: Jesuskind in Krippe, Maria und Josef daneben, drei Könige, Hirten, Schafe, Kamele.

Inzwischen scheint dieses traditionelle Krippenbild einigen allerdings etwas langweilig geworden zu sein: 2017 streitet und amüsiert sich das Internet über die verschiedensten Abwandlungen der Geburtsszene.

Der Guardian hat deshalb eine Auswahl der „schlechtesten Krippenszenen“ zusammengestellt. Weil wir aber nicht genau verstehen, inwiefern süße Hunde als Krippenfiguren (s.u.) oder andere Abwandlungen die Krippe schlechter machen sollten, sammeln wir hier lieber die kreativsten und verrücktesten Krippenmomente aus dem Jahr 2017.

Davon gibt es tatsächlich ziemlich viele – beispielsweise die, bei der in Ermangelung eines Jesuskindes ein angebissener Hotdog in die Krippe gelegt wurde.

In manchen Häusern ersetzen Figuren aus Game of Thrones oder Star Wars die klassischen Figuren.

Es gab auch schon eine heftige Twitterdiskussion um queere Krippenbilder, bei denen anstelle von Maria und Josef entweder zwei Josefs oder zwei Marias neben der Jesusfigur knieten. Während tausende, vor allem homosexuelle Menschen das als schöne Vorstellung empfanden, hielten viele Christen derartige Krippenszenen für Blasphemie (jetzt berichtete über die Debatte).

Andere Krippenszenen lösen weniger heftige Diskussionen aus. Dafür nehmen sie umso kreativer unsere Hipstergeneration auf den Arm. In der postmodernen Krippe machen Maria und Josef natürlich erst einmal ein Selfie, während die heiligen drei Könige auf ihren Segways daher düsen.

Dass das Christkind in Wirklichkeit eine Coladose mit Aufschrift Jesús war, ist uns neu. Das Foto von der koffeingeladenen Szene muss wohl im spanisch- oder portugiesischsprachigem Raum entstanden sein. Ähnlich wie bei uns gibt es dort Coladosen mit aufgedruckten Vornamen. Sogar eine Ángeldose wacht über der Krippe (beziehungsweise dem Karton).

Doch nicht nur Coladosen, sondern auch Barbie und Ken haben Potenzial als christliche Figuren. Im schicken türkisen Outfit reiten Maria und das Christkind auf ihrem Reh durch die Weihnachtsnacht.

Die Szenen können aber auch süß und tollpatschig sein. In einem Youtube-Video sieht man Kleinkinder, die die Geburtsszene mit einer Puppe nachspielen. Das als Schaf verkleidete Mädchen geht dabei sehr selbstbewusst mit dem Jesuskind um.

Die Szenen haben wirklich viel zu bieten: Sie sind zeitgeistkritisch, skurril oder süß. Es kann also durchaus Spaß machen, mit der ursprünglichen Darstellung zu brechen. 

lath, mgl

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