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Foto: Suzanne Plunkett / Reuters

Jemand wie J.K. Rowling hat sicherlich einen berstend vollen Terminkalender. Kilometerlange To-do-Listen. Sehr wenig freie Zeit. Man würde also nicht unbedingt davon ausgehen, dass sie jeden Tweet liest, der in ihrem Feed aufploppt.

Tut sie aber anscheinend. Zumindest hat sie den Tweet von Sabbah Haji Baji gelesen. Sie ist die Direktorin der Haji Public School in Nordindien. Im April hat die Lehrerin die Harry-Potter-Autorin angetwittert. Hat ihr geschrieben, dass Kulsum, eine zwölfjährige Schülerin aus dem Himalaya, sie eines Tages gerne treffen würde. Deswegen: „Kommen und besuchen Sie uns.“

Und J.K. Rowling? Hat ihr prompt geantwortet. Nur eine Stunde und 25 Minuten später. Hat die Lehrerin nach Kulsums vollem Namen gefragt. Und geschrieben, dass sie dem Mädchen gerne etwas schicken würde. 

Dann vergehen zwei Monate. Klar, Pakete von Großbritannien nach Indien zu verschicken, das dauert. Dann der 23. Juni. Sabbah Haji Baji, die Schuldirektorin, twittert wieder. „HALLO WELT“, beginnt sie ihre Nachricht, alles in Großbuchstaben, die Überraschung, die Freude. J.K. Rowling hat Kulsum und ihren Freunden ein riesiges Geschenkpaket geschickt. Mit einem handgeschriebenen Gruß, signierten Büchern, Plastik-Eulen. „Thank you so much“, schreibt die Lehrerin. Und Kulsum? Die Kinder? Dazu schaut man sich am besten die Fotos an, die die Direktorin dazu postet. 

J.K. Rowling blieb bescheiden und herzlich. Sie sei froh, dass das Paket angekommen ist. Sie habe sich schon Sorgen gemacht. Und die anderen Twitter-User? Freuen sich mit. Ist schließlich schön, auch mal gute Nachrichten zu hören in einer Zeit, in der vor allem schlechte Nachrichten durch die Timelines ziehen.  

jwh 

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