Süddeutsche Zeitung

Unsere Kernprodukte

Im Fokus

Partnerangebote

Möchten Sie in unseren Produkten und Services Anzeigen inserieren oder verwalten?

Anzeige inserieren

Möchten Sie unsere Texte nach­drucken, ver­vielfältigen oder öffent­lich zugänglich machen?

Nutzungsrechte erwerben

Banksy eröffnet einen Online-Shop

Teile diesen Beitrag mit Anderen:

Nachdem vor wenigen Tagen ein Banksy-Gemälde bei einer Versteigerung für die Rekord-Summe von 12,2 Millionen Dollar verkauft wurde, hat Banksy jetzt über Instagram verkündet, dass er selbst ins Kunstbusiness einsteigen wird, indem er einen Online-Store eröffnet. Der Laden hat den Namen „Gross Domestic Product“ (zu deutsch: Bruttosozialprodukt) und bietet Banksy-Merchandising zu extrem soliden Preisen an: angefangen bei Tassen mit verschiedenen Motiven, die für zehn Pfund (11,52 Euro) angeboten  werden, Kissen, die für 150 Pfund (172,94 Euro) verkauft werden und ein zur Hälfte geschreddertes T-Shirt, in Anlehnung an das Gemälde, das nach der Versteigerung bei Sotheby’s geschreddert worden war. Doch im Gegensatz zu dem Gemälde ist das T-Shirt mit 30 Pfund (34,56 Euro) auch für Normalsterbliche erschwinglich.

Aber natürlich wäre „Gross Domestic Product“ kein Banksy-Projekt, wenn nicht ein paar Umwege für die Käufer eingebaut wären. Da von einigen der Kunstwerke nur eine geringe Auflage zum Verkauf steht, darf sich jeder Interessent für einen Gegenstand „bewerben“ und muss in einem kurzen Essay von bis zu 50 Wörtern erklären, warum Kunst wichtig ist. Die Antworten sollen bitte möglichst lustig, originell oder interessant sein. Aus den Einsendungen werden dann die glücklichen „Gewinner“ ausgewählt, die ein Banksy-Stück kaufen und in die Wohnung (oder auf ihr Grab) stellen können. In den AGBs allerdings behält sich Banksy das Recht vor, einem Bewerber den Kunstkauf am Ende doch noch zu verwehren. Wahrscheinlich weil er weiß, dass viele Bewerber seine Stücke nur deshalb haben wollen, um sie im Anschluss mit Gewinn weiter zu verkaufen.

Dass Banksy mit dem Online-Shop einen Ausflug in den Kapitalismus wagt, hat einen relativ banalen Grund: ein Rechtsstreit mit Unternehmen, die ohne Lizenzen Banksy-Merchandise verkauft hatten. Um diesen einen Riegel vorzuschieben, hat er jetzt seinen eigenen Shop eröffnet, in dem er angeblich ausschließlich Originale verkauft. Wer eines davon bekommen möchte, muss sich bis zu 28. Oktober auf der Website bewerben und wird dann mit etwas Glück die Erlaubnis erhalten, eine Tasse oder ein Kissen käuflich zu erwerben.

chwae

  • teilen
  • schließen