Tochter spielt ihrem Vater den perfekten Weihnachtsstreich

Auf diesen Moment hat sie zwei Jahre gewartet.

Weihnachten, das ist die Zeit der Besinnung, der Liebe – und der Langeweile. Kein Wunder, dass Leute da auf dumme Ideen kommen. Die Idee von Judy Brown war so dumm, dass an ihrer Genialität wenig Zweifel bleibt.

Alles begann in der Weihnachtszeit 2016: Judy, eine Sängerin mit klassischer Gesangsausbildung aus Schottland, verbringt die Feiertage mit ihrer Familie und beschließt – man hat ja eben sonst nichts zu tun – ihrem Vater einen Streich zu spielen.

Sie nimmt eine Schachtel seiner Lieblingssüßigkeiten und ersetzt die gefüllten Schoko-Keks-Kugeln mit etwas Gesünderem: Rosenkohl. Von außen nicht zu erkennen.

Sie vertraut darauf, dass er vor Begeisterung und in dem Tempo, in dem er die Pralinen normalerweise verputzt, nicht hinschauen wird, bevor er sie sich in den Mund stopft. Und – behält Recht.

Für ihren Vater muss das ein nachhaltig enttäuschendes Erlebnis gewesen sein. Einmal in den „Genuss“ eines rohen Rosenkohls statt seiner geliebten Schokolade gekommen, ist er im Jahr darauf misstrauisch – und rührt keine Praline an.

Doch damit hatte Judy gerechnet, den Streich 2017 ausgesetzt und ihren Vater in Sicherheit gewogen. Um in diesem Jahr zum großen Finale auszuholen.

Sie wusste, er mag sich von seinem Rosenkohl-Trauma erholt haben, aber mit dem gleichen Trick würde sie ihn nicht noch einmal erwischen. Die Täuschung war nicht mehr gut genug. Also setzte sie noch einen obendrauf. 

In diesem Jahr packte sie den Rosenkohl nicht nur in die goldene Folie, sondern tauchte ihn vorher auch noch in Nüsse und Schokolade, um die Falle perfekt zu tarnen. Die Pralinenschachtel wurde sorgfältig wieder verschlossen und unter die anderen Geschenke gemischt.  

Dann kam der große Moment: Der Vater sieht die Box, Judy verschwindet in die Küche, um ihn nicht zu verschrecken, er öffnet die Box, er begutachtet, packt aus, begutachtet noch eingehender – und wirft sich die Kugel im Ganzen in den Mund.

„Sein Gesicht spielte eine Symphonie der Emotionen“, schreibt Judy, „Zufriedenheit, Triumph, Selbstgefälligkeit, Entsetzen, Verwirrung, Erkenntnis, Horror, Ekel.“

Obwohl sie weiß, dass die fürchterliche Rache wahrscheinlich nicht lange auf sich warten lassen wird, kostet sie ihren Erfolg voll aus.

Und ihre Follower auf Twitter feiern sie:

Bleibt die Frage, ob das jetzt eigentlich gute Werbung für Ferrero ist oder nicht. Sicher ist: Niemand, der diese Geschichte gehört hat, wird je wieder in ein Rocher beißen, ohne zweimal hinzusehen.

tf

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