Wie die Menschen auf Twitter auf das Coronavirus reagieren

Die einen teilen Fakten und Tipps, andere versuchen es mit Humor.

Symbolbild: Free To Use Sounds / Unsplash

Das Coronavirus bewegt die Menschen weltweit. Und während Expert*innen dringlich vor einer Panikwelle warnen, liest man in den Medien bisher vor allem, dass die Leute sehr wohl Panik haben: ausverkaufte Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel, Ansturm auf Apotheken, Hamsterkäufe.

Da wundert es niemanden, dass seit Tagen in Deutschland auf Twitter Hashtags wie #Coronavirus, #CoronaDeutschland oder #covid2019 trenden. Wenn man sich ein bisschen durch die Tweets wühlt, wird deutlich: Angst ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Menschen teilen ihre Gedanken und Gefühle zu der aktuellen Weltlage – und da gibt es weit mehr Reaktionen als Panik. Hier sind fünf der Arten, wie Menschen auf die Corona-Epidemie reagieren:

1. Die Faktensammler*innen

Nur, wer weiß, was auf sie oder ihn zukommt, kann die Größe des Risikos einschätzen. Also suchen manche Menschen alles, was an Wissen über die Lage zu finden ist und verteilen das dann auf Twitter weiter. Dabei sind zwei Dinge wichtig: Auf keine Falschmeldungen hineinfallen. Und immer den aktuellen Stand teilen. Und wer noch kein Wissen hat, macht was? Genau, fragen.

2. Die Tipps- und Tricks-Fraktion

Hände waschen, Mundschutz kaufen, Türklinken desinfizieren? Auf was muss man nochmal dringend achten? Wer sich das fragt, ist bei diesen Twitter-Nutzer*innen gut aufgehoben. Allerdings versuchen einige, der ernsten Lage mit Humor zu begegnen. Nicht jeder Tipp ist konstruktiv – und auch nicht ernst gemeint.

3. Die, die ihre Sorgen teilen wollen 

Viele Menschen fühlen sich verunsichert und machen sich Sorgen. Muss man wirklich mehr einkaufen? Wie geht es Menschen, die sich nicht in die eigene Wohnung zurückziehen können? Vielen hilft es, diese Sorgen mit anderen zu teilen. Und dafür ist Twitter doch eine gute Plattform. 

4. Die, die die Panik-Mache übertrieben finden

Manche haben das Gefühl, dass sich die Menschen um sie herum ein bisschen zu verrückt machen vor Angst und Unwissen. Und wem hat es schon mal etwas gebracht, sich richtig in seine Angst hineinzusteigern? Eben. Auch da ist Twitter für viele ein Kanal, um ein bisschen Dampf abzulassen oder absurde Beobachtungen zu teilen. 

5. Die Witze-Kiste

Klar, diese Gruppe ist auf Twitter vermutlich überproportional stark vertreten. 280 Zeichen sind eben einfach zu kurz für ein Essay – aber genau richtig lang für einen zynischen Kommentar.

Man kann also auf viele Arten aufs Coronavirus reagieren. Und auch wenn es verlockend ist – es muss nicht immer Panik sein. Tatsache ist: Es schadet nicht, die Vorsichtsmaßnahmen des Gesundheitsministeriums zu berücksichtigen und informiert zu bleiben. Ansonsten hilft gerade wohl vor allem: abwarten. 

mpu

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