Carlsberg gibt es bald in Pappflaschen.

Carlsberg gibt es bald in Pappflaschen.

Foto: Carlsberg

Umweltfreundliches Biertrinken: Die dänische Carlsberg-Gruppe will ihr Bier künftig in Flaschen aus Papier abfüllen statt wie bisher in Glasflaschen oder Dosen. Das Gewebe der neuen Flaschen kommt laut Unternehmen aus verantwortungsvollem Anbau, in dem Bäume in der gleichen Anzahl nachgepflanzt werden, in der sie auch gefällt wurden. 2019 sollen die ersten Flaschen in den Regalen stehen, so Carlsberg-Sprecher Christoph Boneberg. Allerdings sei noch nicht klar, in welchem Land die Testphase der sogenannten Green Fibre Bottle starten soll. Die Pappflaschen sind auch umweltfreundlicher als Glasflaschen, sagt Boneberg. Denn es gebe unheimlich viele Flaschen, die nicht wieder zurück ins Mehrwegsystem finden, sondern zerbrechen oder einfach in den Müll geworfen werden. „Außerdem geht es nicht nur um den deutschen Markt, wo wir ein sehr gutes Pfandsystem haben. Wenn man nach Asien oder auch nach Südeuropa schaut, werden nicht alle Glasflaschen mehrmals wieder befüllt.“

Schmeckt Bier aus Pappflaschen überhaupt? Diese große Frage kann Boneberg mit einem „ja“ beantworten: „Die Pappe ist von innen beschichtet. Es ist für uns natürlich elementar, dass das Bier so schmeckt, wie der Kunde es mag.“ Außerdem wichtig: Dass die Flasche stabil und gut transportabel ist. Die Schicht im Inneren ist wie auch die Pappe komplett verwertbar. „Würde man die Flasche auf den Kompost werfen, würden keine Rückstände bleiben“, sagt Boneberg. Das Unternehmen arbeitet derzeit noch an einem Rückgabesystem ähnlich dem Pfandsystem für Glas- und Plastikflaschen.  

Seit 2015 forscht das Unternehmen gemeinsam mit einer dänischen Firma für Verpackung an Design und Material für die Pappflaschen. Und hofft, dass die Kunden die Flaschen nun auch annehmen.

soas

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