Weniger verfügbares Einkommen: die Generation der 25- bis 29-Jährigen

Weniger verfügbares Einkommen: die Generation der 25- bis 29-Jährigen

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Sie sind jung, zielstrebig, ehrgeizig und technisch auf dem neusten Stand. Eigentlich müssten sich junge Erwachsene, geboren zwischen 1980 und Anfang der Neunzigerjahre, um ihre Zukunft keine Sorgen machen. Doch Wissen und Flexibilität zahlen sich für Millennials finanziell kaum aus. Und noch nie war die Ungleichheit zwischen den Generationen so groß.

Eine Analyse des Guardian zu Gehältern weltweit zeigt, dass das verfügbare Einkommen junger Erwachsener – also das Geld, das sie wirklich für privaten Konsum ausgeben können – heute um bis zu 19 Prozent unter dem Gesamtdurchschnitt des jeweiligen Landes von vor 30 Jahren liegt. Da blieb jungen Menschen sogar noch mehr von ihrem erarbeiteten Geld übrig als dem Gesamtdurchschnitt.

Die Zahlen, die der Guardian ausgewertet hat, stammen von der Gehaltsdatenbank LIS, die die Daten aus den Ländern Australien, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und den USA verglich. 

  • Am schlechtesten steht Italien da

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Deutschland kommt im Gegensatz zu anderen untersuchten Ländern nicht so schlecht weg. Hierzulande sind die verfügbaren Einkommen der 25- bis 29-Jährigen im Vergleich zum landesweiten Durchschnitt um fünf Prozent gesunken. In Frankreich dagegen haben Millennials um acht Prozent und in Italien sogar um 19 Prozent weniger als der nationale Durchschnitt. Einzige Ausnahme ist Australien. Dort bleibt jungen Erwachsenen 27 Prozent mehr als dem Landesdurchschnitt.  

Die Gründe für diesen Trend? Schulden, Arbeitslosigkeit, Globalisierung, demografischer Wandel und gestiegene Mieten wirken sich nachteilig auf die Einkommensentwicklung aus. Vom Guardian befragte Experten befürchten, dass dieses Ungleichgewicht auch einen negativen Effekt auf den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft und die Familienplanung haben könnte. 

„Für junge Menschen ist das eine schwierige Situation“, sagt Angel Gurría, Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). „Sie wurden besonders hart von der Finanzkrise 2008 getroffen. Seither hat sich der Arbeitsmarkt für sie nur wenig verbessert – ein Problem, das wir dringend angehen müssen.“ 

fie

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