Cardi B löscht ihren Instagram-Account

Zuvor hatten viele der Rapperin vorgeworfen, ihren Grammy nicht verdient zu haben.

Ein instagramtaugliches Bild von Cardi B – das sie selbst in nächster Zeit aber wohl nicht mehr posten können wird.

Foto: AFP/Valerie Macon

Am Sonntagabend schien bei US-Rapperin Cardi B noch alles so gut zu sein wie selten: Als erste Frau jemals wurde die 26-Jährige für „Invasion of Privacy“ mit dem Grammy für das beste Rap-Album ausgezeichnet. Sie bedankte sich sowohl auf als auch hinter der Bühne überschwänglich für diese Ehre.

Doch nur einen Tag später sah alles schon ganz anders aus: In einem Video vom Montagabend (Ortszeit) reckt die junge Frau, die mit bürgerlichem Namen Belcalis Almanzar heißt, immer wieder mahnend den Zeigefinger in die Luft und sagt deutlich: „Ich hab heute eine Menge Scheiße gelesen und auch gestern Nacht gesehen. Mir ist schlecht davon.“ Kurz darauf löschte sie ihren Instagram-Account.

Zwischen der Auszeichnung und diesem Video war nämlich viel passiert: Nicht nur Sängerin Ariana Grande, deren verstorbener Ex-Freund Mac Miller in derselben Kategorie nominiert war, hatte Probleme mit der Auszeichnung der Rapperin. Auch Fans anderer Rapper kommentierten Cardi B's Erfolg, sagen wir mal, wenig euhorisch. Sie warfen ihr vor, den Grammy – im Gegensatz zu ihren eigenen Favoriten – nicht verdient zu haben.

Besonders ein Post des Entertainment-Netzwerkes BET, der inzwischen gelöscht wurde, sorgte für Anfeindungen gegenüber Cardi B. Darin hatte BET sich mit Verweis auf Cardi B's Grammy über Nicki Minaj lustig gemacht. Die war schließlich schon zehnmal für einen Grammy nominiert, hatte aber nie gewonnen. Minajs Fans stürzten sich daraufhin reihenweise auf Cardi B als Schuldige, während Minaj ihre Teilnahme am BET Festival diesen Sommer absagte.

Auch darauf antwortete Cardi B in dem Video, das auf einem anderen Account noch immer zu sehen ist: „Es ist nicht meine Art, jemand anderen nieder zu machen, um jemand anderen höher zu stellen. Ich unterstütze das nicht.“ Danach allerdings wütet sie (in politisch maximal inkorrekter Ausdrucksweise), dass der Vorwurf, sie habe den Grammy nicht verdient, unfair sei.

Ihr Album habe sich nicht nur wahnsinnig gut verkauft, sie habe auch hart dafür gearbeitet und gekämpft. Sich tage- und nächtelang im Studio gequält, obwohl sie bei der Entstehung schwanger war und es ihr körperlich oft nicht gut ging. Viele hätten ihr gesagt, ihre Karriere sei vorbei, doch sie sei stark geblieben.

Das Video endet schließlich mitten im Satz, kurz darauf ist das Original verschwunden, der Account offline. Wie lange das allerdings so bleiben wird, sei mal dahin gestellt. Schließlich wurde Cardi B über die sozialen Netzwerke berühmt und nutzte sie täglich.

lath