Dieser Hip-Hopper hört zum ersten Mal Rage Against the Machine

Und rastet aus.

„Wenn man in einem Wörterbuch die Begriffe Cool, Charisma, Persönlichkeit und Swag nachschlägt, sollte da ein Bild von diesem Typen sein! Das ist fantastisch!“

Der Mensch, dessen Bild unbedingt in die Nachschlagewerke dieser Welt gehört, ist Zack de la Rocha, der ehemalige Sänger von Rage against the Machine. Ja, genau, die Band, mit dem kraftvoll-wütenden Crossover, die in den Neunzigern groß war.

Der Mensch, der von Zack so begeistert ist, ist ein Youtuber, der grade zum allerersten Mal in seinem Leben Musik von Rage against the Machine hört – und dabei vor laufender Kamera vollkommen ausflippt.

Der gute Mann ist Rap-Fan und hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich beim Autofahren und Musikhören zu filmen. Album für Album zieht er sich rein und zeichnet seine ersten Reaktionen dabei auf. Die meisten dieser Videos krebsen mit ein paar tausend Aufrufen vor sich hin. Seine Rage-Album-Reaktion aber haben bislang eine halbe Million Menschen gesehen.

 

Warum? Weil einem die Reaktionen dieses sonnenbebrillten Typen plötzlich wieder klar machen, was für ein unglaublich gutes Album das ist. Bevor die Musik losgeht, sitzt er betont cool im Auto, ganz der gelassene Youtube-Rap-Dude – und dann verwandelt ihn die Musik. Sie packt ihn, schüttelt ihn durch wie ein Moshpit auf einem Rage-Konzert und spuckt einen Menschen aus, der vor Begeisterung seine Gesichtszüge nicht mehr unter Kontrolle hat.

 

Circa nach den ersten 15 Sekunden von Bombtrack hat er das erste breite Grinsen im Gesicht. Er muss Pause drücken, sich erst mal sammeln: „So was hatte ich nicht erwartet.“

 

Dann: „Killing in the name“. Die Zeile Some of those that work forces / are the same that burn crosses treibt ihm einen nachdenklichen Ausdruck ins Gesicht – und als Zuschauer schaudert man selbst ein bisschen bei dem Gedanken, wie aktuell diese mehr als 20 Jahre alte Zeile ist. Rage against The Machine schrieben den Song unter anderem als Reaktion auf den Fall Rodney King (Der Afroamerikaner wurde in Los Angeles Opfer unverhältnismäßiger Polizeigewalt. Als die Polizisten trotz Videobeweis freigesprochen wurden, gab es schwere Unruhen mit mehr als 50 Toten).

 

Wenig später kann unser Neu-Rage-Fan gar nicht mehr an sich halten. Er schreit wie Zack de la Rocha in seinen besten Momenten.

 

Zum Schluss bedankt er sich bei seinen Zuschauern, die ihm nahegelegt haben, sich dieses Album anzuhören. Auch wir sagen danke. Denn wir wissen jetzt, was dringend mal wieder ganz oben auf die Playlist muss.

 

che

 

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