Mitglieder von Rage Against the Machine, Cypress Hill und Public Enemy gründen neue Supergroup

Anfang Juni soll das erste Konzert der "Prophets of Rage" stattfinden.

Mittlerweile beginnt ja jede große Ankündigung mit einem nüchternen Tweet. Dieser hier tauchte am Dienstag auf dem Account von Rage Against the Machine auf und enthält gleich zwei Zitate: Erstens ist "Prophets of Rage" ein Song von Public Enemy, zweitens ist "Take the Power back" ein Song von Rage selbst. Auf der verlinkten Website findet sich ein Countdown auf den 1. Juni.

Die Folgerung in Musik-Gossip-Kreisen: Rage machen irgendwas mit Public Enemy und, sowieso klar, es geht irgendwie gegen das System. Die Hoffnung aber, dass Rage Against the Machine dabei in voller Besetzung ein Comeback feiern könnten, haben sich nun zerschlagen. Billboard will aus bandnahen Quellen erfahren haben, dass es sich bei den Prophets of Rage um eine komplett neue Band handeln soll: Eine Supergroup aus Chuck D von Public Enemy, B-Real von Cypress Hill und den RATM-Mitgliedern, leider ohne Sänger Zack de la Rocha.

Neue Songs gibt es wohl keine – die Prophets of Rage planen offenbar eine nette Mischung aus alten Hits ihrer Ursprungsbands. Für solche Wir-klauben-Mitglieder-früher-erfolgreicher-Bands-zusammen-Ideen scheinen die RATM-Jungs um Tom Morello leider ein Faible zu haben. Als Audioslave veröffentlichten sie in den Nullerjahren langweiligen Schweinerock mit dem Soungarden-Sänger Chris Cornell.

Dabei wünscht man sich doch gerade in Zeiten, in denen ein superreicher Rassist wie Donald Trump ernsthafte Chancen auf das Amt des Präsidenten hat, nichts mehr als einen fauchenden Zack de la Rocha, der  an der Wall Street "fuck you, I won't do what you tell me" schreit. Ob die Prophets of Rage tatsächlich mehr sind als eine Zweckgemeinschaft von Band-Resten, die in Tom Morellos Hobbykeller nochmal ein bisschen auf die Kacke hauen wollen, wird sich am 3. Juni zeigen. Dann soll nämlich das erste Konzert der Band in Los Angeles stattfinden.

qli
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