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Fahrradschloss, bei dem Diebe sich übergeben müssen
Bei Fahrradschlössern gibt es ja eine traurige Wahrheit. Egal wie dick das Ding ist: Eigentlich lässt sich so ziemlich jedes Schloss knacken. Die Qualitätsunterscheide der meisten Schlösser bemessen sich allein an Dauer und Aufwand der Prozedur.
Die Entwickler des Skunk Lock verfolgen aber einen anderen Ansatz. Anstatt mit bruchsicherem Stahl oder ähnlichen Hightech-Materialien die Knack-Dauer ihrer Schlösser in die Länge zu ziehen, soll der Dieb aus einem anderen Grund die Lust verlieren: Er soll sich übergeben.
Rein äußerlich handelt es sich beim Skunk Lock um ein gewöhnliches Bügelschloss. Im Bügel aber befindet sich laut der Erfinder ein "noxious chemical deterrent" (zu Deutsch etwa: ein widerliches, chemisches Abschreckmittel).
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Falls sich jemand mit Bolzenschneidern oder Winkelschleifern am Bügel zu schaffen macht und dabei die Kapsel im Inneren anschneidet, wird es freigesetzt. Der dadurch hervorgerufene Ekel und die pfefferspray-ähnliche Atemonot sollen den Dieb "mit hoher Wahrscheinlichkeit" direkt zum Kotzen bringen, oder ihn zumindest zur Flucht vor der geballten Widerlichkeit bringen.
Entwickelt haben das Skunk Lock ein paar Erfinder aus San Francisco, die es nun per Crowdfunding in die Serienproduktion bringen wollen. Im
Guardian berichtet einer von ihnen von den Testläufen in der Entwicklungsphase: "Bei 60 Zentimeter Abstand ist es richtig schlimm. 99% Prozent der Leute haben sich sofort übergeben. Auch bei 1,5 Metern spürt man es noch ziemlich stark und hat das Bedürfnis, sich vom Rad zu entfernen. Sogar aus drei Metern ist es noch unangenehm."
Trotz der eigentlich ziemlich genialen Idee: Eine hundertprozentige Sicherheit kann es auch beim Skunk Lock nicht geben. Das gibt auch Daniel Idzkowski zu: "Die Diebe könnten auch ihre Klamotten wechseln, duschen und dann die restlichen 75 Prozent des Schlosses durchsägen." Im Zweifelsfall würden sie sich aber nach einer derart ätzenden Erfahrung wohl eher für ein anderes Rad entscheiden.
qli