Ein Coca-Cola-Plakat gegen die AfD?

Vermeintliches Werbeplakat von Coca-Cola
Screenshot: Twitter

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In Berlin wurde ein Plakat mit der Aufschrift ‚ÄěF√ľr eine besinnliche Zeit: Sag‚Äô Nein zur AfD!‚ÄĚ aufgestellt. Unter der Schrift ist ein b√§rtiger Weihnachtsmann abgebildet. Neben ihm prangt das Logo von Coca Cola. Tats√§chlich ist die ganze Aktion aber kein unerwartet politisches Statement des Konzerns, sondern Teil eines Projekts politischer Aktivisten.

Das Plakat wurde am L√ľtzowplatz in Berlin, unweit der AfD-Zentrale, aufgestellt. Coca Cola hat schnell best√§tigt, dass die Werbung nicht von dem Unternehmen selbst stamme: ‚ÄěAuf der Grundlage eines mehrere Jahre alten Weihnachtsplakats hat jemand diese Botschaft selbst gebastelt‚Äú, teilte das Unternehmen¬†laut taz mit. Urheber des Ganzen ist eine Aktivisten-Initiative.

Die hei√üt¬†#AfDventskalender sieht sich als Initiative engagierter Menschen, die zwar noch keine ‚Äěeinschl√§gigen Erfahrungen mit solchen Aktionen‚Äú haben, aber auch nicht weiter in der eigenen Filterblase verweilen und schweigen wollen. Um dem Anspruch gerecht zu werden, gibt es auf der Website einen Adventskalender mit 24 T√ľrchen. Hinter jeder T√ľr verstecken sich derlei Aktionen, die Aufmerksamkeit gegen Rassismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit erzeugen sollen. Auch praktische Tipps, wie man sich einbringen kann, werden einem gegeben. Zum Beispiel, dass man Lokalpolitiker kontaktieren und dazu auffordern solle, sich st√§rker gegen die AfD zu positionieren.

AfD und Anh√§nger haben die ganze Aktion wenig sportlich genommen. Der Gebietsverband Sonneberg stellt die Frage, wer ‚Äěnun noch dieses Zuckergetr√§nk‚Äú haben wolle:

Unter dem Post stimmen die Kommentatoren eifrig zu. Seitdem kein Koks mehr drin sei, lohne sich das Zeug eh nicht mehr und Sinalco schmecke doch sowieso besser, so der grundlegende Tenor. Und der stellvertretende Vorsitzende der AfD Sachsen, Maximilian Krah, hat auf Twitter einen Beitrag auf Englisch verfasst, in dem er Coca Cola  und Donald Trump höchstpersönlich verlinkt. Seine Partei stehe dem US-Präsidenten politisch immerhin sehr nahe, heißt es da. Auch will er wissen, was Coca Cola dagegen unternehmen möchte:

Darauf wei√ü Patrick Kammerer, Director Public Affairs & Communications bei Coca-Cola, eine Antwort. Er hat auf seinem Twitter-Account das Bild mit den Worten ‚ÄěNicht jedes Fake muss falsch sein‚Äú geteilt:

Coca Colas Hauptaccount hat seinen Tweet dann retweetet. So ernst scheint man die Bedenken der AfD dort nicht zu nehmen. Das Plakat selbst wurde von der Stadt Berlin inzwischen abgebaut.

schja

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