Alexandria Ocasio-Cortez lehnt jede Zusammenarbeit mit Ted Cruz ab

AOC findet immer wieder deutliche Worte.
Foto: Andrew Kelly/REUTERS/File Photo

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Die demokratische US-Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez (AOC) lehnt jede Zusammenarbeit mit dem texanischen Senator Ted Cruz ab. „Wenn Sie helfen wollen, können sie zurücktreten“, schrieb sie am Donnerstag auf Twitter, nachdem Cruz ihr im Streit um Gamestop-Aktien zunächst zugestimmt hatte. Auf inhaltlicher Ebene arbeite sie in dieser Sache gerne mit den Republikanern zusammen  – doch sie werde nicht vergessen, dass Cruz vor drei Wochen dafür gesorgt habe, dass sie beinahe umgebracht worden sei. Ein schwerwiegender Vorwurf – was ist zuvor passiert? 

Ted Cruz ist ein erzkonservativer, republikanischer Senator und enger Verbündeter von Donald Trump. Er weigerte sich lange, Joe Biden als US-Präsident anzuerkennen. Mit AOC, die sich selbst als demokratische Sozialistin beschreibt, hat er demnach nur wenig gemein. Dennoch teilte er einen Tweet von Ocasio-Cortez mit den Worten „Fully agree“, also: „Ich stimme vollkommen zu“. Er bezieht sich damit auf AOCs Äußerung zur Diskussion um Gamestop. Sie schrieb, man müsse sich damit beschäftigen, sie unterstütze auch eine Kongressanhörung, falls nötig. Zuvor hatte die Online-Handelsplattform Robinhood entschieden, den Handel mit Gamestop-Aktien zu beschränken (Unsere Kollegen von der SZ haben die Hintergründe dazu hier sehr gut zusammengefasst).

AOC reagierte auf Cruz' Zustimmung in dieser Angelegenheit prompt mit dem Tweet, in dem sie jede Zusammenarbeit ablehnte. Auf Unterstützung von Ted Cruz verzichte sie lieber. Mit dem Vorwurf, dass Cruz dafür gesorgt habe, dass sie beinahe umgebracht worden sei, gibt sie dem Senator eine Mitschuld am Sturm aufs Kapitol. Trump-Anhänger hatten am 6. Januar 2021 das Kapitol gestürmt, Abgeordnete bedroht und Büros verwüstet. Die Abgeordneten mussten Schutz vor den Angreifer*innen suchen. Der zu dieser Zeit noch amtierende US-Präsident Donald Trump selbst hatte seine Anhänger*innen kurz vor dem Ausbruch der Gewalt noch angestachelt, Ted Cruz war bis zuletzt einer der Republikaner, die Joe Bidens Wahlsieg öffentlich nicht anerkennen wollten.

Der Reporter Chris Cioffi teilte daraufhin auf Twitter die Antwort Ted Cruz': Demnach habe der Republikaner AOC „parteiischen Zorn und Wut auf der demokratischen Seite“ vorgeworfen und sagte, dies sei nicht „förderlich für die Heilung oder Einheit“ der USA. Das sehe sie anders, erwiderte AOC: „Was denkt er, welche logischen Konsequenzen seine Lügen haben sollten? Eine Umarmung?“ Dazu, so viel dürfte klar sein, wird es zwischen Ocasio-Cortez und Ted Cruz sicher nicht mehr kommen.

soas 

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