Stars protestieren gegen rassistische Polizeigewalt

Viele Prominente nutzen ihre digitale Reichweite gerade, um für #BlackLivesMatter einzutreten.

Fotos: Paul Buck/EPA/dpa / Lintao Zhang/Getty Images / Willy Sanjuan/Invision/AP

„Immer noch!!!“, ist alles, was neben dem Foto auf Instagram steht. Darin ist der bekannte Basketballspieler LeBron James zu sehen, er trägt ein schwarzes Shirt, darauf steht in großen weißen Lettern: „I can’t breathe“ – ich kann nicht atmen. Das Bild stammt eigentlich aus dem Jahr 2014. Damals hatte der Spieler zusammen mit einigen seiner Teamkollegen solche Shirts bei den Aufwärmübungen vor einem großen Spiel getragen. Es waren die letzten Worte des Schwarzen Eric Garner, der durch den Würgegriff eines Polizisten gestorben war. Und es waren auch die Worte, die George Floyd aussprach, als ein Polizist minutenlang auf seinem Genick kniete. Wenig später starb auch George Floyd.

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STILL!!!! 🤬😢😤

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Seitdem stehen Teile der USA gewissermaßen in Flammen: In vielen Städten finden Proteste gegen strukturell rassistische Polizeigewalt statt. Nirgendwo eskaliert die Situation jedoch so sehr wie im Bundesstaat Minnesota, in dessen Hauptstadt Minneapolis es bereits die dritte Nacht in Folge zu Ausschreitungen, Brandstiftungen und Straßenkämpfen kommt.

Doch auch in der digitalen Sphäre wird protestiert, der Hashtag #BlackLivesMatter trendet seit Tagen. Und auch zahllose Stars und Athlet*innen äußern sich voller Wut über den erneuten Vorfall: LeBron James, Kumail Nanjiani, Justin Bieber, Madonna, Rita Wilson, Ice Cube, Ariana Grande und noch viele mehr. Star-Wars-Star John Boyega forderte etwa auf Twitter, dass die „Mörder“ streng bestraft werden müssen. „Selbst im Angesicht seines Todes ist diesem Mann keinerlei Empathie entgegengebracht worden.“

Gerade auch Sportler*innen äußerten sich in den sozialen Medien. Die Schwarzen Athlet*innen der Vereinigten Staaten versuchten bereits in der Vergangenheit immer wieder, ihre Reichweite zu nutzen, um auf die dramatischen Auswirkungen von Polizeigewalt hinzuweisen. Eines der gravierendsten Beispiele hierfür war Football-Star Colin Kaepernick, der als erster Athlet während der US-Hymne kniete statt zu stehen, und infolgedessen seinen Platz in der Liga verlor. Daran erinnert auch ein Meme, das im Internet viel geteilt wird, hier von der Basketballerin und  viermaligen Olympiasiegerin Lisa Leslie. 

Die Polizisten, die für den Tod von Floyd zuständig sind, wurden zwar entlassen, aber bisher nicht festgenommen. In den USA kommt es immer wieder zu Fällen, in denen Polizeibeamte Schwarze töten.

mpu

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