Unternehmen kauft an der Grenze zu Mexiko Land, um Trumps Mauer zu verhindern

So wollen die Macher des Partyspiels „Cards Against Humanity“ die USA vor ihrem Präsidenten retten.
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Bild: afp / Guillermo Arias

Es ist November 2017, vor einem Jahr haben Amerikaner den Reality-TV-Star Donald Trump zum Präsidenten gewählt. Seit vorgestern ist bekannt, dass der teigige Country-Sänger Blake Shelton vom „People“-Magazin zum „Sexiest Man Alive“ gekürt wurde – und auch sonst ist so einiges im Argen mit dieser Welt.

Und so wundert es einen auch nur noch ein ganz kleines Bisschen, dass ausgerechnet die Macher eines Partyspiels für Erwachsene sich aufgemacht haben, Amerika endlich aus den Fängen Trumps zu befreien – und zwar im Rahmen einer Weihnachts-Promo-Aktion, die binnen kürzester Zeit ausverkauft war. 

Wie genau das Land aus den Fängen der Trump-Regierung gerettet werden soll, ist noch nicht ganz klar. es soll alles eine große festliche Überraschung sein. Immerhin der erste von sechs Schritten ist bekannt: 

Das Unternehmen hat im Namen von 150 000 Käufern ein Stück Land entlang der mexikanisch-amerikanischen Grenze gekauft – also genau dort, wo Donald Trumps berühmte Mauer verlaufen soll, die er zu bauen gedenkt, um Amerika vor illegalen Einwanderern aus Mexiko zu schützen. Jeder der Kunden, die 15 Dollar bezahlt haben, ist nun Besitzer eines winzigen Stück Landes. „Cards Against Humanity“ hat zudem ein Anwaltsbüro beauftragt, etwaige Verhandlungen mit Bundesbehörden im Zusammenhang mit dem Mauerbau so langwierig, kompliziert und teuer wie möglich zu gestalten. Ein ebenso simpler, wie potentiell genialer Plan. 

Und das war erst die erste Überraschung, die die Unterstützer für den Preis von 15 Dollar erhalten sollten. Fünf weitere werden im Laufe des Dezembers folgen und wenn „Cards Against Humanity“ nicht übertreibt, wird das Unternehmen damit ganz Amerika retten.

Mit diesem Angebot haben die Macher scheinbar offene Türen eingerannt. Nicht mal einen Tag dauerte es, bis die 150 000 Slots ausverkauft waren. 

Kunden, die mitmachen wollten, mussten in Amerika beheimatet sein und einige persönliche Fragen beantworten, nicht zuletzt diese: „Für wen hast du in der Wahl 2016 gestimmt?“

Wo genau sich der Landstrich befindet, hat „Cards Against Humanity“ nicht näher erklärt, nur dass es sich um mehrere Hektar Land an der Grenze zwischen den USA und Mexiko handle.

 

 

chwa

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