„Do you believe in fist bumping?“

Greta Thunberg hat sich mit Barack Obama getroffen.

Foto: AFP

Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg hat auf ihrer USA-Reise den ehemaligen US-Präsidenten besucht. In einem Video der Obama-Stiftung drückte der ehemalige US-Präsident Thunberg seine Unterstützung aus: „Du und ich, wir sind ein Team“, sagte er zu der 16-jährigen Schülerin.

Als sich Thunberg bei Obama bedankte, dass er sich Zeit für sie genommen hatte, antwortete er: „Selbstverständlich. Du veränderst die Welt. Deswegen freuen wir uns sehr, dich bei uns zu haben.“ Darauf erklärte Thunberg: „Niemand ist zu klein, um Einfluss zu nehmen und die Welt zu verändern.“

Anders als der derzeit amtierende US-Präsident Donald Trump, der dafür bekannt ist, den von Menschen verursachten Klimawandel regelmäßig zu leugnen, steht Obama hinter der 16-Jährigen und teilt seine Anerkennung gegenüber der Schwedin auch in einem Twitter-Post mit. Darin schreibt er, Thunberg sei „eine der größten Verteidigerinnen unseres Planeten.“ Außerdem lobte er das Vorgehen der 16-Jährigen. In einer Mitteilung seiner Stiftung hieß es, aus Thunbergs wöchentlichen Schulstreiks für Klimaschutz sei eine weltweite Bewegung von Millionen junger Menschen geworden. „Das ist die Macht junger Menschen – sie haben keine Angst, zu glauben, dass Veränderung Möglich ist,“ schreibt Obama weiter.

Als es am Ende des Videos zur Verabschiedung kommt, fragt Obama die Schülerin: „Do you believe in fist bumping?“ Dann schlagen beide ihre Fäuste gegeneinander.

Einen Besuch des US-Präsidenten Donald Trump lehnte die Schülerin hingegen ab. Vor ihrer Abreise sagte sie, ein Gespräch mit Trump sei „Zeitverschwendung“. Auch Trump selbst zeigte kein Interesse an einem gemeinsamen Gespräch.

An den kompletten US-Kongress richtete sie jedoch deutliche Worte: „Ich weiß, dass ihr es versucht. Aber ihr tut nicht genug. Sorry.“ Außerdem forderte die Schülerin die Abgeordneten auf, Wissenschaftler einzuladen, um sie nach ihrer Einschätzung zur Klimakrise zu fragen, anstatt auf Tipps von jungen Aktivist*innen zurückzugreifen.

Die 16-Jährige, die vergangenen Freitag vor dem Weißen Haus in Washington mit mehreren Kindern und Jugendlichen für mehr Klimaschutz demonstrierte, wurde kürzlich auch mit einem Award der Menschenrechtsorganisation Amnesty International ausgezeichnet. Die Auszeichnung sei für „all die furchtlosen Jugendlichen, die für ihre Zukunft kämpfen“, sagte die Schülerin bei der Preisverleihung.

nbü  (mit Material von dpa)

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