„Seine Präsidentschaft wird mit der Stimme von Frauen enden“

Tausende junge Frauen sind in den USA auf die Straße gegangen, um gegen Trump und seine Politik zu demonstrieren.
march cover

Tausende Amerikaner*innen haben am Samstag in mehreren Städten der USA gegen Donald Trump und für Frauenrechte demonstriert. Der Protest, offenbar überwiegend von jungen Frauen getragen, war eine Neuauflage des Women's March 2017. Damals marschierten Millionen von Menschen durch amerikanische Städte und protestierten so gegen Trumps Amtseinführung. Auf Bildern und Videos der Demos sind viele Frauen und Männer zu sehen, die den sogenannten Pussy Hat, das pinkfarbene Symbol des Women's March, tragen – eine Anspielung auf Trumps Äußerung, er könne Frauen jederzeit an ihre Genitalien fassen. Rachel O'Leary Carmona,  die Hauptorganisatorin des Women's March sagte bei ihrer Eröffnungsrede: „Seine Präsidentschaft begann mit dem Protestmarsch von Frauen und wird jetzt mit der Stimme von Frauen enden.“

Der Protest richtete sich jedoch nicht nur gegen Trump, sondern auch gegen seine Kandidatin für das höchste Richter*innenamt. Viele Demonstrierende sagten, sie seien wütend, weil Trumps Republikaner*innen bereit seien, die konservative Richterin Amy Coney Barrett noch kurz vor der Präsidentschaftswahl am 3. November in den Kreis der höchsten US-Richter zu wählen. Dabei hätten die Republikaner*innen Trumps demokratischen Vorgänger Barack Obama sechs Monate vor der Wahl 2016 die Nominierung eines Kandidaten für den Supreme Court mit dem Argument verweigert, sein Nachfolger solle über die Personalie bestimmen.

Nach dem Willen von Trump soll sie die verstorbene liberale Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg ersetzen. Mit ihr wären die konservativen Richter*innen am Supreme Court mit sechs zu drei Stimmen in der Mehrheit, möglicherweise für Jahrzehnte. In den USA spielt das höchste Gericht eine wichtige Rolle bei politischen Auseinandersetzungen.

pwe mit Material von Reuters

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