Der Fotograf Yuri Cortez (links) unter einem Haufen Kroaten. Die grandiosen Bilder, die er dabei geschossen hat, gibt es in der Galerie weiter unten zu sehen.

Der Fotograf Yuri Cortez (links) unter einem Haufen Kroaten. Die grandiosen Bilder, die er dabei geschossen hat, gibt es in der Galerie weiter unten zu sehen.

Foto: Reuters / Carl Recline

Man kann sich nicht vorstellen, wie groß die Freude sein muss, in einem WM-Halbfinale in der Verlängerung den Führungstreffer zu erzielen? Seit gestern Nacht stimmt dieser Satz nicht mehr. Denn jetzt gibt es Fotos, die einen als Betrachter mitten in einen solchen Euphorie-Moment katapultieren. Die so intensiv sind, dass man den Schweiß fast riecht, die Jubelschreie fast hört, das Gesicht der übereinandergestapelten Fußballerkörper spürt.

Mario Mandzukic hatte gerade das (bislang) wichtigste Tor seiner Karriere erzielt. Zweite Hälfte der Verlängerung, er war gedanklich und läuferisch schneller als seine Gegenspieler und hatte den Ball eiskalt ins Netz befördert. Dann passierte, was in solchen Momenten immer passiert: Es bildet sich ein Haufen von jubelnden Fußballern, die sich drücken, anschreien, küssen. Nur eins war diesmal anders. Die Fußballer-Traube hatte diesmal einen Sport-Fotografen unter sich begraben.

Hier ist die Bildergalerie:

Josip Pivaric schrie seinen Jubel in die Kamera.

Josip Pivaric schrie seinen Jubel in die Kamera.

Bild: afp / Yuri Cortez
Profi-Fotograf Yuri Cortez (links) nutzt die Gunst des Augenblicks und hält mit allem drauf, was er hat.

Profi-Fotograf Yuri Cortez (links) nutzt die Gunst des Augenblicks und hält mit allem drauf, was er hat.

Bild: Reuters / Carl Recline
Mario Mandzukic im absoluten Glücksmoment.

Mario Mandzukic im absoluten Glücksmoment.

Bild: afp / Yuri Cortez
Der Fotograf Yuri Cortez wurde von den kroatischen Spielern beim Torjubel überrannt und hielt einfach weiter drauf.

Der Fotograf Yuri Cortez wurde von den kroatischen Spielern beim Torjubel überrannt und hielt einfach weiter drauf.

Bild: afp, Fotograf: Yuri Cortez
Mit keinem Teleobjektiv der Welt kommt man so nahe ran wie Cortez in diesem Augenblick.

Mit keinem Teleobjektiv der Welt kommt man so nahe ran wie Cortez in diesem Augenblick.

Bild: afp / Yuri Cortez
Und weil die Kroaten nicht nur hervorragend spielten, sondern auch gute Manieren haben, halfen sie dem immer noch knipsenden Fotografen schnell wieder auf.

Und weil die Kroaten nicht nur hervorragend spielten, sondern auch gute Manieren haben, halfen sie dem immer noch knipsenden Fotografen schnell wieder auf.

Bild: afp / Yuri Cortez
Hier noch mal in der Außenperspektive.

Hier noch mal in der Außenperspektive.

Bild: Reuters / Carl Recine
Mit Gesten wie diesen sind die Kroaten bereits Sympathie-Weltmeister.

Mit Gesten wie diesen sind die Kroaten bereits Sympathie-Weltmeister.

Bild: reuters / Carl Recine
Yuri Cortez überstand alles unbeschadet und freute sich mit den Kroaten.

Yuri Cortez überstand alles unbeschadet und freute sich mit den Kroaten.

Bild: Reuters / Carl Recine

Und der tat, was er tun musste: Er knipste einfach weiter. Und machte die Bilder seines Lebens. Nach dem Spiel waren deshalb nicht nur die Spieler gefragte Interviewpartner, sondern auch der AFP-Fotograf selbst. „Ich habe gerade die Linse an meiner Kamera gewechselt, als sie auf mich zugelaufen kamen“, sagte Yuri Cortez, der während des Siegtreffers in unmittelbarer Nähe zum Spielfeldrand positioniert war. „Sie sind über mich gefallen. Es war ein verrückter Moment, sie waren außer sich vor Freude.“

Irgendwann merkten dann auch die kroatischen Spieler, dass da jemand unter ihnen lag, der nicht zur Mannschaft gehörte. Sie wollten ihm auf die Beine helfen und gaben ihm die Hand. „Sie haben mich gefragt, ob ich in Ordnung sei“, berichtet Cortez. „Ein anderer hob meine Kameralinse auf, und Domagoj Vida hat mich geküsst.“ Mittlerweile ist der Fotograf wieder auf dem Weg nach Mexiko.

che / sid

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Foto: Reuters / Carl Recline