„682 Sticker, 32 Tage, ein Album und kein Talent“ – so bewerben Alex und Sian Pratchett aus Oxford ihre selbstgezeichneten Panini-Bilder auf ihrem Twitter-Account „Cheap Panini“. Auch wenn die Bilder von wenig zeichnerischem Talent zeugen, so steckt doch viel Herzblut dahinter. Egal, ob Cristiano Ronaldo, Toni Kroos oder Luka Modric – die Spieler sind eindeutig erkennbar. Und die Resonanz auf die originelle Aktion ist groß: 19.000 Follower hat der Account bereits. 

Das Pärchen zeichnet jedoch nicht nur die Cheap Paninis, sondern nutzt die Aufmerksamkeit, um Geld für karitative Einrichtungen in Großbritannien zu sammeln. Im Laufe der diesjährigen WM sind so bereits 4500 britische Pfund (knapp 5000 Euro) zusammengekommen.  

Die Idee der Cheap Paninis ist nicht neu. Kurz vor der WM 2014 beneidete Alex seine Freunde um ihre gesammelten Panini-Sticker. Seine Frau merkte aber zu Recht an, dass diese viel zu teuer seien. Daraufhin begannen Alex und Sian ihre eigenen Paninis zu zeichnen. Pro Bild brauchten sie etwa 10 bis 15 Minuten. Danach stellten sie ihre Sammlung auf Twitter und waren überrascht von der Resonanz. „Je schlechter die Zeichnung, desto mehr Leuten gefiel es“, zitiert die Nachrichtenagentur dpa das Paar. Im Jahr 2016 sammelten sie dann erstmals Geld für einen guten Zweck und nahmen 4500 Euro an Spenden ein. Dieses Jahr scheinen sie einen neuen Rekord aufzustellen. 

Eine Klage von Panini haben die beiden übrigens nicht zu fürchten. Laut dpa möchte der Sammelbildhersteller den beiden keinen Ärger machen und sieht das Ganze sportlich.

mfry / dpa

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