Beim Yoga darf jetzt auch geflucht und gesoffen werden

Eine Kanadierin hat nach ihrer Trennung "Rage Yoga" erfunden.

Mittlerweile macht ja eigentlich jeder Yoga. Die Freunde, die Arbeitskollegen, Colin Farrell und deine Mutter¬†‚Äď alle haben sie ihre Matte im Schrank, die sie mindestens einmal die Woche ins Studio ihrer Wahl schleppen, um sich mal richtig zu entspannen und hinterher "ganz bei sich zu sein." Und auch wer Yoga nicht leiden kann, muss eines zugeben: Die meisten Yogamenschen wirken tats√§chlich entspannter. Und seine Beine hinterm Kopf verschr√§nken zu k√∂nnen ist ja auch ganz l√§ssig.

Beim Rage Yoga wird geflucht, gesoffen und Metal gehört

Was den geneigten Yogahasser aber bisher in den meisten F√§llen von der Konversion abgehalten hat, ist nicht die eintretende Entspannung und Flexibilit√§t, sondern das ganze spirituelle Klimmbimm und die Vorstellung, in vollst√§ndiger Stille von gleichm√§√üig atmenden Biedermeiern in Carpe-Diem-Spr√ľche-Shirts umzingelt zu sein.

Lindsay-Marie Istace hat nun allerdings eine Yoga-Variante erfunden, die sich dieses Wohlf√ľhl-Ballastes endlich entledigt: Beim Rage Yoga wird geflucht, gesoffen und Metal geh√∂rt.

"Want to better your strength, flexibility and become zen as f‚ÄĒ?", fragt die Kanadiern auf ihrer Website, "you've come to the right place!". Dieser Ort ist der Keller eines Pubs in Calgary, Bier kann man sich oben zum verg√ľnstigten Preis holen. Unten l√§uft Black Sabbath oder Metallica, w√§hrend die Teilnehmer die regul√§ren Yogaposen einnehmen, dabei aber fluchen und schreien d√ľrfen, so viel sie wollen.

Die Idee dazu kam Istace √ľbrigens nach dem schmerzhaften Ende einer langen Beziehung. Das Fluchen bei den √úbungen nahm sie als wesentlich entspannender wahr als die totale Stille.

Ihr ziemlich unorthodoxes Konzept will sie nun auf der ganzen Welt zug√§nglich machen und per Crowdfunding Online-Klassen anbieten. Der Erfolg spricht f√ľr sie: Die Kickstarter-Kampagne endete am Dienstag bei 379 Prozent¬†der anvisierten Summe.

 

qli

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