Der Macher des Obama-Hope-Posters hat Plakate gegen Trump entworfen

Für Demonstranten am „Inauguration Day“.

Dieser Druck des amerikanischen Künstlers Shepard Fairey wurde 2008 zum Symbol für den Wahlsieg von Barack Obama.

Foto: Screenshot / twitter

Gegen Angst, gegen Hass, gegen Rassismus: Die Fotoaktion "We the People" setzt neun Jahre später ein Zeichen gegen die Politik Trumps.

Foto: Shepard Fairey / The Amplifier Foundation

Beschützt euch gegenseitig: Dieses Credo sollte jedem Betrachter zum Denken geben.

Foto: Shepard Fairey / The Amplifier Foundation

"We the people": Der erste Satz der US-Verfassung ist Titel und Motto zugleich.

Foto: Shepard Fairey / The Amplifier Foundation

Ein stolzer Indianer als Symbol des Widerstands.

Foto: Shepard Fairey / The Amplifier Foundation

Homosexuelle Liebe ist ebenfalls ein Thema bei der Kunstaktion für mehr Toleranz und Freiheit.

Foto: Shepard Fairey / The Amplifier Foundation

Shepard Faireys Kunst gibt Hoffnung: Ein afroamerikanisches junges Mädchen blickt voller Zuversicht in die Zukunft.

Foto: Shepard Fairey / The Amplifier Foundation

Eine junge Frau mit Kopftuch, ein afroamerikanisches Mädchen, ein stolzer indianischer Mann und ein lesbisches Liebespaar: Die Motive sind Teil der Serie „We the People“ des Künstlers Shepard Fairey. Fairey wurde bekannt, als er 2008 ein Obama-Porträt in ikonischen Farben veröffentlichte, das den Titel „Hope“ trug und zum Symbol für Obamas Amtszeit wurde. Fairey ist zudem Gründer des Modelabels Obey, das seit 2001 Kleidung mit gesellschaftskritischen Motiven vertreibt. 

Die neuen Bilder sollen ein Zeichen gegen Hass, Angst und Rassismus und die bedrohliche Stimmung sein, die während der Präsidentschaftswahlen 2016 zu spüren war. Sie senden eine klare Botschaft an den designierten US-Präsidenten: Donald Trump, sieh uns an, wir lassen uns nicht unterkriegen! „We the People“ ist schließlich nicht umsonst der erste Satz der US-Verfassung. Neben Fairey machen unter anderem die Künstler Jessica Sabogal und Ernesto Yerena  bei der Aktion mit.

Die Plakate sollen am „Inauguration Day“ in Washington an U-Bahn-Haltestellen aufgehangen oder auf die Außenfläche von Lastwagen geklebt werden. Das könnte an diesem Tag aber schwierig werden, da viele Bereiche der Stadt abgesperrt sind. Eine andere Lösung: Die Bilder werden in der „Washington Post“ als ganzseitige Anzeigen abgedruckt und sollen so zahlreiche Menschen erreichen. Das möchte zumindest „The Amplifier Foundation“, eine Nonprofit-Organisation, die sich um die Verteilung der Plakate kümmert und hinter der Kampagne steckt. 

Auf der Website von "The Amplifier Foundation" kann man den Erfolg der Kampagne verfolgen: Bislang wurden 105.500 Poster verteilt, 212.540 mal  kostenlose Grafiken heruntergeladen und 109.260 Klebebilder verteilt. Bisher unterstützen 22.840 Menschen die Aktion, 1.365.105 Dollar konnten gesammelt werden. (Stand 20.01.2017)

Bei jeder Spende über fünf Dollar senden die Aktionisten eine der Postkarten an den zukünftigen US-Präsidenten, sobald er sein neues Amt aufgenommen hat. Nach der Amtseinführung Trumps, nach dem 20. Januar also, soll es weitere Aktionen mit verschiedenen Organisationen, Schulen und Familien geben.

efri

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