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Collage: Daniela Rudolf

Sonntag

  • Liebesbriefe sind die einzigen Schriftstücke, denen man kompromisslos sämtliche Komma- und Rechtschreibfehler verzeiht.  
  • Filme ohne Aufklärung am Ende sind das Werk des Teufels.
  • An einem Freitagabend versetzt zu werden, eröffnet einem die wunderbarste Möglichkeit: sich rechtfertigungslos vor den Fernseher zu knallen.

Samstag

  • Wenn man auf eine Party etwas zum Essen mitbringt, überwacht man das Buffet immer wie eine stolze Mutter, die ihr Kind zum Schulball begleitet. Wird es gegessen, freut man sich still. Wird es dagegen verschmäht, bricht einem das stolze Mutter-Herz.
  • Social Media ist super, denn immerhin können wir uns aussuchen, aus welchen Gründen wir gerne ein bisschen schlechte Laune hätten: Weil die Menschen bekloppt sind? Facebook. Weil die Menschen ein besseres Leben haben? Instagram. Weil die Welt ganz allgemein komplett den Bach runtergeht? Twitter.
  • Es ist Deutschen nahezu unmöglich, Kommata im Englischen korrekt zu setzen.
  • Obwohl es sich dabei um eine korrekte Wissenschaft handelt, wird Geografie von vielen Menschen eher instinktiv betrieben.

Freitag

  • Die ersten vier Sitzreihen bei einem Comedian sind verbotenes Terrain, wenn du nicht Teil der Show werden willst.
  • Man kann fehlende Hausfrauen-Qualitäten als feministisches Statement sehen, aber auch sehr darunter leiden.
  • Kinder und Schnee sind die beste Kombination der Welt.
  • Es ist sehr ernüchternd, wenn man feststellt, dass man langsam in das Alter kommt, in dem bei Partyeinladungen der Satz  „Bring deine Kinder ruhig mit“ fällt.

Donnerstag

  • Die Helden des Winters: Menschen, die trotz Schneetreiben Fahrrad fahren und dabei Skibrillen tragen.
  • Der Mensch verbringt zusammengerechnet etwa 4,5 Jahre seines Lebens damit, halbleere Wassergläser aus dem Schlafzimmer in die Küche zu zurückzutragen.
  • Wenn man aus Norddeutschland kommt, wo es nur Regen und Wind gibt, erscheint einem der aktuelle Schnee in Bayern wie die nächste Eiszeit.
  • Es wäre sinnvoller, gar keinen Schnee zu schippen anstatt halbherzig auf dem Gehweg zu kratzen und damit kleine Eisflächen des Todes zu schaffen.

Mittwoch

  • Du weißt, du hattest eine schöne Kindheit, wenn du bei dem Namen „Bibi“ an eine kleine Hexe denkst und nicht an eine Youtuberin.
  • Für das perfekte Foto auf Instagram nehmen manche Menschen sehr viel auf sich.
  • So eklig sich Wind mit Nieselregen auch anfühlt: Wenn man ihn von drinnen anschauen kann, ist er eigentlich sehr hübsch und sieht immer ein bisschen aus wie ein wehender Schleier.
  • Ein Mailprogramm für private E-Mails ist eine kleine Erleuchtung, wenn man jahrelang keines verwendet hat.

Dienstag

  • Katzen sind mit ihrem Winterfell viel zufriedener als Menschen mit ihrem Winterspeck. Deswegen melden sich auch keine Katzen im Januar im Fitnessstudio an.
  • Es fühlt sich verdammt gut an, vergangene Veranstaltungen in seinen Terminplaner einzutragen, nur um sie dann mit Genugtuung wieder durchzustreichen.
  • Im Französischen gibt es das perfekte Wort für eintönig-graues Winterwetter: la grisaille.
  • Wenn man mit dem Rauchen aufhört (Neujahrsvorsatz!), gewinnt man viel Lebenszeit, weil man jetzt nicht mehr auf den Aufzug warten muss, sondern direkt die Treppe nehmen kann.

Montag

  • Dafür dass die Küche das Kernstück einer jeden WG ist, stecken die meisten Menschen sehr wenig Liebe in sie.
  • Eigentlich sollte ein Rauchmelder einen warnen, wenn es brennt und nicht, wenn die Kochkünste schief gehen.
  • Obwohl es in der Büroküche locker dreimal so viele Tassen wie Mitarbeiter gibt, darf man sich auf keinen Fall eine der Tassen nehmen, die irgendjemandem gehört.
  • Eau de Cologne war ursprünglich ein Mittel gegen die Pest.

Das haben wir in den Wochen davor verstanden: