Wenn du „Materie“ immer mit „r“ in der Mitte schreiben willst, hast du zu viel Marteria gehört

Collage: Daniela Rudolf

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Sonntag

  • Wenn du das Wort „Materie“ immer mit „r“ in der Mitte schreiben willst, hast du in deinem Leben vermutlich zu viel Musik von Marteria gehört.
  • Nur einen Schoko-Bon essen ist vollkommen unmöglich.
  • Manchmal sehen Kleinkinder die Welt sehr viel deutlicher als Erwachsene. Beweis? Der Satz „Smoothie ist Suppe mit Kiwi.“
  • Es ist unglaublich, wie lange man eine Playlist mit allen Beatles-Songs laufen lassen kann, ohne dass man den Drang verspürt, ein Lied zu überspringen.

Samstag 

  • Immer, wenn jemand eine Serie anschaut, die man krass geliebt hat, ist man super neidisch, dass er sie jetzt zum ersten Mal sehen kann.
  • Man kann schon Bio-Äpfel kaufen. Aber wenn sie vom anderen Ende der Welt kommen, ist es halt kacke.
  • Menschen, die man liebt, beim Schlafen zuzuschauen wird nie langweilig. 
  • Eine Festplatte nach Ewigkeiten wieder anzuschließen fühlt sich so an, als hätte man ein sehr altes Fotoalbum gefunden.

Freitag

  • Bestes Lebensmodell: Für einen bayerischen Arbeitgeber in Berlin arbeiten und alle Feiertage mitnehmen.
  • „Digital Native“ bedeutet für Menschen über 50, dass sie einem grundsätzlich erklären müssen, was überhaupt eine Zeitung ist („das ist Papier“).
  • Einen Entsafter zum Geburtstag zu bekommen, bedeutet nicht automatisch das Ende der Beziehung.
  • Insgeheim hofft man als Schwangere immer auf den Alien-Moment, in dem auf einmal eine Faust aus dem Bauch guckt.
  • Wie soll ich nach etwas fragen, das ich nicht weiß, wenn ich nicht weiß, dass ich es nicht weiß, weil ich denke, dass ich es weiß?
  • Und: Selbst Gummistiefel werden mit Markennamen gesellschaftstauglich.

Donnerstag

  • Das Essen von anderen schmeckt immer besser als das eigene.
  • Das größte Problem am Leben in der Stadt ist nicht die Anonymität oder der Verkehr. Sondern, dass man so viel Zeit verliert, weil man ständig den falschen U-Bahn-Ausgang nimmt.
  • Ein Tag am Wasser ist nie ein verlorener Tag!
  • Gerade dann, wenn man im Aufzug einen Kaffeefleck auf dem Pullover entdeckt, steigen plötzlich ganz viele Menschen zu.
  • Ältere Herrschaften auf Fahrrädern und die Möglichkeit, an ihnen vorbeizuziehen, sind nicht mehr die gleichen, seit es Elektrofahrräder gibt.

Mittwoch

  • Man ist erst dann richtig in einer Stadt angekommen, wenn man dort einen Hausarzt hat.
  • Die schlechte Laune, die man aus einem Traum in den Tag mitgenommen hat, wird man besonders schwer wieder los.
  • Eine App zu deinstallieren, für die man mal zwei Euro gezahlt hat, kostet viele Menschen mehr Überwindung, als ihren Kleiderschrank auszumisten und dabei Klamotten im Wert von mehreren hundert Euro wegzuschmeißen.
  • Die Illusion von Kontrolle und Ordnung: Für jedes Thema einen eigenen E-Mail-Ordner anlegen.
  • Menschen mit Knoblauch-Aversion sind immer schlechte Menschen.

Dienstag

  • Wenn man ganz alte Freunde des eigenen Partners kennenlernt, ist das, als würde man jemanden kennenlernen, den man schon ganz lange kennt.
  • Man unterstützt so lange seine regionale Bank aus dem Heimatort, bis man in einer anderen Stadt einmal sehr dringend Bargeld einzahlen muss.
  • Sobald man erstmal 30 ist, wird man vorm Urlaub eher gesiezt und nach dem Urlaub wieder geduzt.
  • Immer, wenn man besonders geliebt werden will, fährt man zu Omi.
  • Erster Kulturschock, wenn man aus Bremen nach München kommt: Die Rolltreppen können hier in beide Richtungen fahren.

Montag

  • "Futschikato" bedeutet so viel wie "verschwunden" und steht jetzt sogar im Duden.
  • Gute Menschen überholen Senioren auf dem Fußweg nur ganz langsam.
  • Das schönste an Unterlagen vom Steuerberater ist, dass sie immer schon gelocht sind.
  • Am Monatsanfang kann man noch auf Augenhöhe im Supermarkt einkaufen, am Monatsende muss man sich nach den billigen Produkten bücken.
  • Eine Erkältung im Sommer ist so unpassend wie ein Sonnenstich im Winter.

Das haben wir in den Wochen davor verstanden:

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