Man hat noch nie einen Menschen getroffen, der unglücklich mit der 4-Tage-Woche war

... und was wir sonst noch verstanden haben.
Aus der jetzt-Redaktion
cover wir haben verstanden collage daniela rudolf

Collage: Daniela Rudolf

Sonntag

  • Wenn man beim Limbo die Latte hoch legt, legt man die Latte eigentlich niedrig.

  • Erwachsenwerden heißt, endlich zu checken, dass es besser ist, im Stockbett unten zu schlafen.

  • Weit oben in der Liste der größten Verwirrungsmomente: Wenn jemand, den man nur bei seinem Spitznamen kennt, sich plötzlich bei jemandem mit seinem richtigen Namen vorstellt.

Samstag

  • Schlimmer als ein Job, der einen stresst, ist einer, bei dem man nichts zu tun hat.
  • Die während des Sommers über die Hitze meckern, sind die gleichen wie die, die im Herbst über den Regen und im Winter über die Kälte schimpfen.
  • Manche Männer denken, zu kleine Hosentaschen in der Frauenmode seien kein Problem. Dann müsste man wenigstens nicht so viel in die Hose stopfen.
  • Die Medien sagen, lange Sex haben zu können, sei eine großartige Fähigkeit. In Wahrheit nervt alles über 20 Minuten nur. 

Freitag

  • Erwachsensein bedeutet, das “Wir haben noch Essen zu Hause”-Gespräch mit sich selbst zu führen.
  • Der plötzliche Tod von berühmten Menschen ist umso überraschender, wenn du bis dahin dachtest, sie seien eh schon lange tot.
  • Melisma nennt man die melodische Verzierung, die auf einer Silbe gesungen wird. Und Aretha Franklin, die am Donnerstag im Alter von 76 Jahren gestorben ist, war die Königin dieser Disziplin.
  • Manchmal gibt es keinen besseren Ort zum Lesen als die S-Bahn.
  • Traumvorstellung an besonders heißen Tagen: Sich nach dem Duschen noch von oben bis unten mit trockenmachendem Magnesiumcarbonat (das ist das, was die Turner immer benutzen) abpudern zu können.

Donnerstag

  • Wenn man auf einmal Treuepunkte bei Rewe sammelt um günstig Tupperware abzugreifen, ist man wirklich alt.
  • Man hat noch nie einen Menschen getroffen, der unglücklich mit der 4-Tage-Woche war.
  • Als Deutscher mit einem Engländer zu telefonieren, geht nur in absoluter Abgeschiedenheit und ohne Zeugen. Kommt zufällig jemand vorbei und hört mit, muss er deshalb im Anschluss leider „um die Ecke“ gebracht werden.
  • Wenn es lange keine Wolken gab, sehen sie besonders schön aus.

Mittwoch

  • Wenn das Smartphone dir nach dem Satz „Danke für die Einladung“ als nächstes  Wort „leider“ vorschlägt, weißt du, dass du was an deinem Leben ändern solltest.
  • Der Abstand zwischen der Schlafzimmerwand und dem Bett eines Menschen korreliert direkt proportional mit seinem Vermögen.
  • Je lieber man Zwetschgendatschi mag, desto mehr hasst man Wespen.

Dienstag

  • Es gibt offenbar Leute, die ihren Spanien-Urlaub nicht genießen können, weil ihnen dort zu viele Spanier sind – und dann ihr Geld vom Reiseveranstalter zurückfordern.
  • Es fühlt sich immer falsch an, mit einem aufgespannten Regenschirm durch eine Unterführung zu gehen.
  • Traurig ist, wenn man sich betrinken will und einfach nicht betrunken wird.
  • Ein Vorteil, wenn es irgendwann nicht mehr heiß ist: Es wird in der Welt auch weniger nach Käsefüßen müffeln.

Montag

  • Wenn man derzeit bei Filialen von großen Elektromarktketten anruft, kommt als erstes eine automatische Ansage, dass die Ventilatoren ausverkauft sind.
  • Busse kommen zur Rushhour prinzipiell dann, wenn kein Bus im Plan steht.
  • Egal wer am Grill steht, die, die drum herum stehen, wissen immer exakt, wie lange das Fleisch noch braucht.
  • Wenn man sich gerade gut fühlt, darf man auf keinen Fall Fotos von sich selbst anschauen.

Das haben wir in den Wochen davor verstanden:

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