"Land der unbegrenzten Möglichkeiten" klang selten so bedrohlich wie jetzt

Collage: Daniela Rudolf

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Samstag

  • Einen Kater sehen einem viel weniger Menschen an, als man gemeinhin denkt.
  • Die in der Dunkelheit blitzenden Trambahnleitungen sind ein zu Unrecht vernachlässigter Showeffekt des Winters.

Freitag

  • Auch erwachsene Menschen fremdeln, wenn sie sich zu lange nicht sehen.
  • Bei Facebook den echten Namen anzugeben lohnt sich, wenn man ständig Dinge verliert, auf denen der Name steht.
  • Mit Fäustlingen wird man nicht ernst genommen.
  • Dilemma: Höflich sein und einer alten Dame einen Platz in der U-Bahn anbieten wollen, aber auch Angst haben, sie könne beleidigt sein, weil man sie für alt hält.
  • Schüchterne Menschen verlieren sehr viel Lebenszeit dadurch, dass sie sich nie trauen, loszurennen, um die U-Bahn noch zu erwischen.

Donnerstag

  • Wenn man ein (für die eigenen Verhältnisse) anspruchsvolles Gericht gekocht hat, schmeckt es immer besonders gut, weil nach Stolz.
  • Wasser schmeckt ganz anders, wenn man es aus einer Tasse statt aus einem Glas trinkt.
  • Dieser Tage kann es vorkommen, dass man eine politische Zeitschrift halbgelesen wegwerfen muss, damit man nicht noch mehr Albträume bekommt.
  • Man weiß erst dann, wie sehr man sich auf eine Veranstaltung gefreut hat, wenn sie abgesagt wird.
  • Existentielle Krisen kann man auch am Herd bekommen. 
  • "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" klang selten so bedrohlich wie jetzt.

Mittwoch

  • Menschen, die im Winter Matsch-Fußabdrücke von Fliesenböden in Eingangshallen wegputzen müssen, sind die wahren Sisyphose. 
  • Leberkäse hilft immer noch am besten gegen Kummer.
  • Richtig dumm: Bei Schnee warme Flauschschuhe anziehen, die aber leider kein Profil haben.
  • Martin Schulz hat ein Nilpferd als Talisman. Genannt: Hippo. (Das ist kein Scherz, hier steht es.)
  • Mit Kindern kann man hervorragend Händchen halten.
  • Man merkt immer erst, wie viele Schlüssel man hat, wenn man dringend einen bestimmten sucht.

 Dienstag

  • Wenn man Passwörter selbst ständig vergisst, unterliegt man schnell dem Irrglauben, sie seien totel sicher.
  • Ich bin nicht handwerklich unbegabt. Ich bin "postpraktisch". 
  • „Ich hab dir noch Sachen im Kühlschrank gelassen“ ist immer ein Synonym für „Ich war zu faul den Müll runterzubringen“.
  • Jede Wohnung hat einen eigenen Geruch.
  • Erwachsene, die Mütze und Schal mit dem gleichen Muster tragen, sehen gleichzeitig sehr niedlich und sehr albern aus.
  • Große Frage: Bleistiftspitzabfälle – Papierkorb oder Restmüll?

Montag

  • Bei Minusgraden ist jeden Tag Bad Hair Day. Und Bad Skin. Und Bad Mood.
  • Es fühlt sich voll nicht nach Digital Native an, wenn man auf Spotify jahrelang Bibi Blocksberg zum Einschlafen hört, und dann irgendwann checkt, dass das ja alle sehen können.
  • Ein Hoch auf die Post, die sich auch bei Postkarten wirklich bemüht, unvollständige Adressen zu ermitteln, damit die Urlaubsgrüße der schusseligen Enkelin doch noch bei Oma ankommen.
  • Neueste Form von Walk of Shame: Am 22. Januar den Christbaum wegbringen.
  • Keinen Föhn zu haben ist besonders scheiße, wenn draußen –12 Grad sind.
  • Eltern erkennen leider schon an der Stimme, wenn was nicht in Ordnung ist.

Das haben wir in den Wochen davor verstanden:

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