Das ist: der 18-Jährige, der Mikroplastik aus dem Wasser filtern will

Mit seiner Methode hat Fionn Ferreira bei einem internationalen Wissenschaftswettbewerb gewonnen.
Von Lena Mändlen

Fionn Ferreira hat eine Methode entwickelt, durch die Mikroplastik aus dem Wasser entfernt werden kann.

Foto: Screenshot/Scientific American

Das ist …

… Fionn Ferreira, der mit gerade mal 18 Jahren eine Methode entwickelt hat, um Mikroplastik aus dem Wasser zu entfernen. Mit dem Projekt hat er als einziger Europäer unter 24 Finalist*innen eine Studienförderung von 50 000 US-Dollar gewonnen – und damit den Hauptpreis der diesjährigen „Google Science Fair“, einem internationalen Wissenschaftswettbewerb für 13- bis 18-Jährige. Er hofft, die Methode in Zukunft in Kläranlagen anwenden zu können, damit Mikroplastik gar nicht erst durch das Abwasser in die Meere und ins Grundwasser gelangen kann.

Der kommt …

... aus Ballydehob, einem Dorf mit knapp 300 Einwohnern an der irischen Südwestküste. Laut Ferreira inspirierte sein Leben am Meer ihn dazu, nach einer Lösung für die Wasserverschmutzung durch Plastik zu suchen. Als er dann herausfand, dass der Großteil europäischer Kläranlagen damit überfordert ist, Mikroplastik aus dem Wasser zu filtern, beschloss er zu experimentieren.

Der geht …

… zwar (noch) nicht ins All, durfte seinen Stempel aber schon einem Planeten aufdrücken. Nachdem Ferreira 2018 erstmals sein Projekt für die Entfernung von Mikroplastik aus dem Wasser vorgestellt hatte, benannte das Massachusetts-Institut für Technologie (MIT) einen Kleinplaneten nach ihm, um ihn für seine Arbeit auszuzeichnen.

Der kann …

… eine Flüssigkeit namens Ferrofluid herstellen, die auf Magnetfelder reagiert und sich im Wasser mit Mikroplastik zusammenfügt. Ferreira benutzt dann einen Magnet, um die Flüssigkeit inklusive der Partikel aus dem Wasser zu entfernen. Das Ergebnis: Bei 1000 Tests war die Methode zu 87 Prozent erfolgreich.

Daraus lernen wir …

… nicht nur, dass die Erde vielleicht doch noch gerettet werden kann, sondern auch, dass ihre Zukunft in jungen Händen liegt. Denn mit Ferreira kämpft neben Greta Thunberg und den Fridays-for-Future-Aktivist*innen ein weiterer Teenager erfolgreich für Umweltschutz.

Nur Google weiß…

… dass Ferreira so ziemlich alles kann. Er ist nicht nur wissenschaftlich begabt, sondern spricht auch drei Sprachen fließend, gärtnert, erstellt Websites, segelt, fährt Kajak und spielte in mehreren Orchestern Trompete. Außerdem kuratiert er die Vorstellungen im Planetarium in seinem Heimatort und gibt dort nebenbei auch Vorlesungen.

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