Auf Tiktok erzählen junge Menschen, was sie „nach Corona“ machen wollen

Foto: Emre Öztürk / Unsplash / Bearbeitung: jetzt

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Inzwischen muss es auch der und dem letzten Optimist*in gedämmert sein: So wie vor Corona wird es wohl nie mehr. Auf Tiktok unterhalten sich deshalb gerade viele Menschen unter dem Hashtag  #Zukunftsplan darüber, wie es weitergehen soll. Das Hashtag wird derzeit auch auf der „angesagt“-Seite der Plattform beworben. Stand Freitagvormittag: 1,5 Millionen Aufrufe. Und da zeigen die User*innen, was sie sich für die Nach-Corona-Zeit so vornehmen.

Wer nun erwartet, dass die jungen Leute tiefsinnige Gedanken teilen, wie sie sich selbst verwirklichen können und wo ihr Platz in der Gesellschaft ist, wird enttäuscht. Denn was ist die häufigste Antwort der durch die Corona-Krise bestimmt massiv gereiften Jugend? Richtig: Party machen und reisen. Aber auch bekannte deutsche Stimmen wie etwa Indie-Popper Clueso oder DJ Psaiko.Dino nutzen den #Zukunftsplan, um ihre Feierlaune zu zeigen:

Zeigt sich, Corona oder nicht, junge Menschen wollen weiterhin Spaß haben. Irgendwie auch erfrischend ehrlich. Zumindest ist diese Portion Hedonismus  sympathischer als das andere Cluster von Zukunftsplänen auf Tiktok: „Erfolgreich werden“ oder bleiben, primär als Influencer*in wird nach „Party machen“ nämlich auch sehr viel genannt. 

Da kann man sich schon fragen: Ist denn wirklich alle Hoffnung für Generation Z und Millennials verloren? Nein, natürlich nicht. Ein paar Menschen teilen auch ernsthafte Vorhaben: Ärztin werden, etwa. Oder ein Gemüsebeet anbauen (mit Lauchzwiebeln!!!), die Klasse nicht wiederholen müssen, wieder als Krankenhaus-Clown arbeiten zu dürfen. Oder einfach wieder mit der Familie Zeit verbringen. 

 mpu

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