Es gibt das bekannte Sprichwort: Wenn du dich zerstören willst, nimm eine superleichte Mathe-Aufgabe und versuche, sie mit Excel zu lösen. Nein, okay, das gibt es nicht. Aber es sollte! Weil es wirklich jeder nachvollziehen kann. Jeder – außer vielleicht die Teilnehmer der Excel- Weltmeisterschaft. Und damit auch der 15-jährige Gewinner genau dieser: Kevin Dimaculangan aus Florida.

Zuerst einmal: Ja, es gibt wirklich eine Excel-Weltmeisterschaft. Das Finale hat gerade in Orlando stattgefunden. Das ist aber noch nicht alles. Denn der Excel-Wettbewerb ist nur eine Kategorie der Weltmeisterschaft, die außerdem noch den Word- und den Power-Point-Wettkampf beinhaltet. Veranstaltet wird das Ganze von einer IT-Firma, die mit ihrem Nerd-Wettbewerb unfassbare 760.000 Teilnehmer anlockte.

Monatelang bereiten sich Schüler und Studenten zwischen 13 und 22 Jahren auf diesen Wettkampf vor, teilweise sogar Jahre. Gewinner Kevin hat Excel aber erst letztes Jahr als Hobby entdeckt, ganz ohne Wettbewerbsabsichten. Es machte ihm einfach Spaß. 

Und trotzdem: Der Wettbewerb war nicht einfach, auch für ihn als Excel-Crack. Die Teilnehmer mussten unter anderem bestimmte Excel-Dateien nachbauen. Wer am nächsten am Original dran ist, der gewinnt. 

„Die Zeit spielt eigentlich keine Rolle, niemand schafft es, fertig zu werden. Das Wichtigste ist es, genau zu arbeiten“, erzählte Kevin CNN.

Am Ende waren für ihn aber nicht der Sieg und die 7000 Dollar Preisgeld das Schönste, sondern der anschließende Ausflug in die Universal Studios. Über das Tabellenprogramm sagt er: „Bei Excel gibt es für mich fast nichts mehr zu lernen“. Ein Satz, den man so noch nie gehört hat.

flpf

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