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Der Lümmel am Himmel ist dem Transkript zufolge mit Liebe zum Detail entstanden.

Foto: Reuters

Wir haben alle schon hunderte Penisse gemalt, auf Schulbänke und –tafeln, Gesichter von schlafenden Freunden, mit Sahne auf Pfannkuchen. Logo.

Normalerweise wird man dann irgendwann erwachsen und das Penismalen verliert seinen Reiz – vielleicht, weil man erkennt, dass das primäre Geschlechtsorgan unserer männlichen Erdenmitbewohner voll normal ist. 

Aber Alter schützt vor Albernheit nicht – und wer könnte schon „nein“ sagen zu der Herausforderung, sich mit einem Giganto-Penis im Himmel zu verewigen? Im November 2017 hat genau das ein zur Navy gehörender Jet-Pilot über der Kleinstadt Okanogan im Bundesstaat Washington getan.

Jahrelang rätselten nun Menschen in in Internetforen darüber, was genau einen hochspezialisierten und eigentlich auf Hierarchie trainierten Menschen dazu bewegt haben könnte, seine gesammelte Professionalität während des 90-minütigen Standard-Trainingsflugs einfach über Board zu werfen.

Zum Glück gibt es jetzt ein Transkript der Konversation des Piloten und seines Cockpit-Partners, die zu dem Phallusgemälde führte – und was soll man sagen – besonders viel Überzeugungskraft wahr wohl nicht nötig:

Co-Pilot: „Du solltest echt versuchen einen Penis zu malen.“

Pilot: „Dude, das wär echt so lustig. Denk an die Linienflugzeuge, die auf dem Weg nach Seattle sind. Wir könnten fast noch eine Vene in die Mitte malen.“

Es folgte eine spezifische Diskussion, wie man den das bewerkstelligen könnte.

Pilot: „Ich könnte auf jeden Fall einen malen, das wär leicht. (...) Ich müsste eigentlich nur eine Acht malen und dann umdrehen und zurückkommen. Ich gehe ein bisschen runter, hol mir ein bisschen Schnelligkeit und komme dann hoffentlich aus dem Kondensstreifen, damit die sich nicht verbinden.“

Währenddessen stellte er dann fest:

Die Eier werden etwas schief sein

und wenige Momente später: „Die Eier sind fertig. Ich muss nur ein bisschen hierüber navigieren – für den Schaft.“

Cockpit-Partner: „In welche Richtung wird der Schaft gehen?

Pilot: „Der wird nach links gehen.“

Das Transkript ist im Zuge einer internen Untersuchung entstanden. Schon direkt nach dem Vorfall war abzusehen, dass die Vorgesetzten des Duos nicht gerade happy waren: „Die Aktion der Besatzung sei völlig inakzeptabel und stehe im Widerspruch zu den Grundwerten der Marine“, sagte eine Militärsprecherin. Die Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen. „Die Marine entschuldigt sich für dieses verantwortungslose und unreife Verhalten.“

Was mit den beiden Piloten passiert ist, weiß man nicht – allerdings hatte sich der Geschwaderführer später noch einmal positiv geäußert: Der Pilot sei eine schüchterne,  introvertierte Person, und ein „whiz kid“, das die Trainings mit einer höheren Effizienz und Effektivität abgelegt hatte, als alle anderen, die er je gesehen habe. Der Cockpit-Partner sei sogar sein „bester Junior Offizier“ gewesen.

Der himmlische Larry ist auf jeden Fall in die goldenen Hallen der Internethelden eingezogen. Er inspirierte nicht nur zahllose Medienberichte, sondern auch Memes und hat sein eigenes Shotglas-Design. Und überhaupt, selbst die misstrauischten  Verschwörungstheoretiker müssen zugeben: So schön war es noch nie, von Chemtrails manipuliert zu werden.

mpu